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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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626 Die Kirchcntrennuiig in England, im Norden nnd in Polen.

Schon hatte die ihr und ihrer Religion feindliche Partei durch die letzteNegierungsveränderung in England einen neuen Rückhalt gewonnen,und Elisabeth, die auch Maria's Ansprüche auf England zu fürchtenhatte, unterstützte die schottische Congregation. Schon vor dem Todedes Königs Franz II. hatte Elisabeth cs dahin gebracht, daß ein Ver-trag, den englische Abgeordnete mit französischen Abgeordneten und denschottischen Ständen in Edinburg schlossen, Marien und ihrem Gemahlzur Pflicht machte, den Titel eines Königs und einer Königin von Eng-land, den sie angenommen hatten, abzulegcn. Ein darauf zusammen-getretenes schottisches Parlament hatte ein ihm vorgelegtcs GlaubenS-bekenntniß, das mit dem reformirtcn übereinstiminte, genehmigt, dieAbschaffung der katholischen Religion ausgesprochen, und auf Anhörender heiligen Messe Gütcreinziehung, im Wiederholungsfälle Todesstrafegesetzt. So war der Zustand des Landes, dessen Herrschaft Mariaübernehmen sollte, und an ihrer Seite stand als eine wachsame FeindinElisabeth, die ihr die Durchreise durch England verwehrt, und da siezur See reiste, durch eine englische Flotte nachgestcllt hatte. Sie mußtees, nachdem sie in Edinburg eingezogcn war, als eine große Gunst be-trachten, daß man ihr in ihrem Schlosse den katholischen Gottesdienstzu feiern gestattete.

6. In den Reichen der Calmarischcn Union waren die Umständefür die von Deutschland aus eindringcnde lutherische Lehre nicht mindergünstig als in Schottland. Doch war es hier das Werk der Könige,sie zum Siege zu führen und die katholische Religion zu unterdrücken.Ehe dies geschah, löste sich die Calmarische Union in der Art, daßSchweden das Band der Abhängigkeit von Dänemark zerriß und mitdiesem nur Norwegen vereinigt blieb. Christians I. Sohn Johann(14811513) brachte eine Wiederherstellung der Union zuwege, dochunter Bedingungen, welche die Selbstständigkeit Schwedens zu schützenberechnet waren, und daher das Band nur lockerten. Auch so nochbildete sich in Schweden eine abgesonderte Regierung unter einem Reichs-Vorsteher. Dänemark befand sich in bedrängter Lage. Das WiderstrebenSchwedens gegen die dänische Herrschaft erregte auch in Norwegen denGeist der Empörung. In Dänemark war der zwischen den Mündungender Elbe und der Eider wohnende Volksstamm der Ditmarsen, wie ersich von jeher gegen Holstein unabhängig behauptet hatte, nicht zu be-zwingen. Die Hausastädte, Lübeck an der Spitze, bei den Verlusten,welche die im Süden mit dem Welthandel vorgehenden Veränderungenbrachten, um so eifriger auf die Wahrung ihres Vortheils im Nordenbedacht, waren wachsame Gegner Dänemarks, dessen durch die Unionbegründete Macht ihnen nur schädlich werden konnte, da der Besitz desnordischen Handels für sie auf innerer Schwäche der nordischen Reiche