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2 (1857)
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1720
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1720

Nach der Einnahme von Paris ging Paskewitsch nach Russland zurück, erhielt in AVilnadas Commando des Grenadiercorps, und begleitete 1817 den Grossfiirsten Michael auf seinenReisen in das Innere Russlands und ins Ausland.

Eine neue Bahn des Ruhmes eröffnete sich Paskewitsch in dem Kriege, den 1S2G diePerser gegen Russland begannen. Kaum hatte er dem commandirenden General Yermoloffvom Don her Verstärkungen zugeführt, als er nach dem Siege von Elisabethpol am 25. Septemberdas persische Heer durch seine vorzüglich geleitete Verfolgung fast aufrieb. Ein goldener, mitBrillanten besetzter Dogen lohnte kaiserlich diese That, noch mehr aber seine Ernennung zumOberbefehlshaber des kaukasischen Heeres, von welchem Yermoloff abberufen wurde. ImApril 1827 eröffnete Paskewitsch den zweiten Feldzug. Das berühmte armenische KlosterEtschmiazin westlich von Eriwan fiel noch in demselben Monat in die Gewalt der Russen, undnach einem glücklichen Gefechte gegen Abbas Mirza öffnete am 7. Juli die Festung Abba-sa b a d auf dem rechten Ufer des Araxes dem Sieger die Thore. Dennoch musste der Weg nachEriwan erst durch ein zweites mörderisches Treffen auf beiden Ufern des Abaran am 30. Augusterkämpft werden. Hierauf wurde am 25. September Sardan Abad westlich von Eriwan durcheinen gewaltsamen Angriff genommen. Am G. Oetober stand Paskewitsch vor Eriwan, undnach einem zw-ölftägigen Bombardement wurde die Stadt gestürmt. Die 3000 Mann starkeBesatzung streckte das Gewehr. Die Nachrich von der Einnahme dieser wichtigen Stadt beugteden Muth der Perser so nieder, dass selbst der muthige Abbas Mirza keine Siegeshoffnungferner hegte. Unaufhaltsam drangen die Russen in Altmendien ein und besetzten am 26. OetoberTauris, von wo aus Paskewitsch den Frieden dictirte, der am 22. Februar 1828 in Turman-tschai ratificirt wurde.

Der siegreiche Feldherr erhielt den ehrenden Zunamen einesGrafen von Eriwan undwurde mit 1 Million Papicrrubel, sein Heer mit 6 Millionen belohnt.

Der Krieg mit der Pforte brachte dem Helden von Eriwan neue Korbern. Während derFürst Wittgenstein und nach diesem der General Diebitsch die Türken in Europa bekriegten,sollte er vom Kaukasus her in die asiatische Türkei einfallen. Das kaukasische Heer zählte 41bis 45,000 Mann, jedoch konnte Paskewitsch nur mit der Hälfte desselben ins Feld rücken, dader übrige Theil der Truppen als Besatzungen in Georgien verwendet werden musste. DieTürken vermochten den Russen das Doppelte, ja das Dreifache entgegenzustellen, und die Lagedes russischen Feldherrn war daher keineswegs günstig, er musste seinem Feldherrntalente und dertaktischen Überlegenheit seiner Truppen vertrauen. Am 2G. Juni überschritt Paskewitsch beiGumri auf der Strasse v.on Kars nach Tiflis die türkische Grenze. Sein Heer bestand aus 20 Batail-lonen (13,500 Mann), 9 Cavallerie-Regimentern (4650 Mann) und 96 Geschützen. Am 1. Juli stander vor Kars, zehn Meilen westlich von Gumri, und am 5. wurde diese Festung erstürmt. Erst am28. Juli brach Paskewitsch von hier auf und marschirte gegen Achalkalaki, zwölf Meilen nord-östlich von Kars; ohne namhaften Widerstand capitulirte diese Festung, und zwei Tage darauf am7. August Gertwissi, fünf Meilen westlich von Achalkalaki. Von Achalkalaki wandte sich derrussische Feldherr nordwestlich nach dem neun Meilen entfernten Acbalzik. 25,000 Türken mit15 Geschützen waren aus Erzerum unter den Paselias Mustapha und Kios Mehmed zumSchutze dieser Stadt herbeigeeilt; am 22. August griffen die Russen das Lager der Türken an,warfen diese, eroberten am 27. nach einem 13stündigen Sturme die Stadt, und nahmen am28. durch Capitulation von der Citadelle Besitz. Paskewitsch verweilte hier mit seiner Haupt-macht bis zum 26. September. In dieser Zeit fielen die Festungen Azkhur und Ardaghan, undder Fürst Ts ch e ds che wa dse drang von Eriwan aus in das Paschalik Bajased und eroberte