1719
Einhundert vier und fünfzigste bis einhundert sieben und fünfzigste Promotion
Allerhöchste Verleihung ausser Capitol. •
GROSSKREUZ.
PäSKE WITSCH, Iwan F e doro witsch, Fürst von Warschau, Graf von Eriwan, k. k.und kais. russischer Feldmarschall und Statthalter im Königreiche Polen, Inhaber des k. k.37. Infanterie-Regiments, Grosskreuz des St. Stephan-Ordens in Brillanten etc., wurde zu Pul-tawa am 8. Mai 1782 geboren und entstammte einer adeligen Familie Klein-Russlands.
Von der Kaiserinn Katharina II. in das Pagen-Institut zu Petersburg aufgenommen,ernannte ihn Kaiser Paul I. zu seinem Leibpagen.
Im Jahre 1800 trat Paskcwitsch als Lieutenant und des Kaisers Adjutant in das RegimentPreobraschensky, und erwarb sich im Feldzuge in der Moldau 1806 unter dem GeneralMichelson den Ehrendegen der Tapferkeit. Bei dem Sturme auf Brailow 1809 wurde Paske-witsch schwer verwundet; doch der Kaiser belohnte seinen Muth, indem er ihn vom Capitän zumObersten beförderte. Im folgenden Jahre ward er General-Major, 1811 Chef des Infanterie-RegimentsOrel und Commandeur der 1. Brigade der 26. Infanterie-Division, welelie, zum 7. Armeeeorpsgehörend, einen Theil der zweiten West-Armee unter dem Fürsten Bagration ausmachle. InderSchlacht von Smolensk am 17. August befehligte er einen Theil des Centrums, bei Borodino am7. September eroberte er eine von den Franzosen genommene Batterie wieder, doch am glück-lichsten war er in dem Gefechte von Wjasma am 3. November, in welchem er 3000 Mann Gefan-gene machte. Unmittelbar nach der Schlacht stiess er zum Corps des Generals Mi 1 orad o wits cli,dessen Avantgarde er fortan befehligte. Grosse Umsicht und Tapferkeit zeigte Paskewitsclibei den blutigen Gefechten von Krasnoi am 15. November, Merlino am 16. November und ICatowoam 18. November, in denen er den französischen Garden, dem Vicekönige von Italien und demMarschall Ney namhafte Verluste zufiigte. Sodann folgte er dem feindlichen Heere über dieBeresina bis Wilna, und übernahm dort einstweilen das Commando des 7. Corps, welches nurnoch 4000 Mann zählte und sieh später in Warschau unter dem General Doctorow wiederformirte. Da das 7. Corps 1813 zur polnischen Reservearmee gehörte, so konnte auch Paske-witsch erst nach dem Ablaufe des Waffenstillstandes am 17. August 1813 an den Gefechtenund Schlachten dieses Feldzuges Theil nehmen.
Nachdem er bei Giesshübel am 6. September und bei Dohna am S. September den GeneralSt. Cyr nach Dresden zurückgedrängt hatte, focht er in der Schlacht bei Leipzig und eroberteam 19. Octobcr 29 Geschütze. Unmittelbar nach der Schlacht wurde er zum General-Lieutenanternannt, und seine Division bestimmt an den Blockaden von Magdeburg und Hamburg Theil zunehmen. Im Februar 1814 erhielt er das Commando der 2. Grenadier-Brigade, welche zu denReserven des Fürsten Schwarzenberg gehörte. Am 20. und 21. März focht er in der Schlachtvon Arcis sur Aube, und zehn Tage darauf leitete er in der Schlacht von Montmartre den Angriffauf die Höhen von Beileville.