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Einstellung der Feindseligkeiten, bis eine Entscheidung von Wien käme, ab. Soverging auch der 21. März in stätem Blutvergicssen und mit der AA'egnahme dervereinzelten Posten, die sich in der Stadt noch gegen die Insurgentenvertlieidigten.Die Truppen waren durch den nun schon viertägigen Kampf im schlechtesten AVettererschöpft; allein ihr Muth blieb unbeugsam. „Es könnte mir das Herz brechen,"schreibt der Feldmarschall, „dass solcher Muth nicht gegen einen offenen Feindverwendet werden kann.“ Dazu kamen drohende Nachrichten, dass Karl Alberthcranziehe, dass die Schweizer zahlreiche Haufen Bewaffneter senden und dasganze Land ringsum immer mehr sich erhebe; keine Verbindung war mit denaussenstelienden Brigaden, keine Nachricht aus der Provinz vorhanden. Der Feld-marschall konnte es bei seinen schwachen Kräften unmöglich mit einem frischenHeere und den zahllosen neuen Freischaaren aufnehmen. Er suchte daher die Ket-tung- in dem einzig denkbaren Mittel, in der Concentrirung- seiner Streitmacht aneinem geeigneteren Puncto, in dem Itiickzuge.
Es war ein furchtbarer Entschluss, doppelt furchtbar für den alten Feldmar-schall und seine Armee. Er, der so oft den Feinden im offenen Felde den Siegabgewonnen, sie, die gewohnt war mit ebenbürtigen Gegnern sich zu messen;Beide mussten in dem Mittel, dem jeder echte Soldat sonst den Tod vorzöge, dieeinzige Rettung- suchen. Allein in dieser Rettung- lag auch die der südlichen Pro-vinzen, lag (wie sich cs später zeigte) die der Alonarchie. Alan wich dem über-mächtigen Andrange der Insurgenten, um dann auf offenem Felde von Neuem zubeginnen.
Der Conccntrationspunct konnte nur Verona sein.
AATihrend den Anordnungen zum Abmarsche und zwei neu einzutreffende Bri-gaden (Graf Strass ol d o und AI a u r e r von Savona) erwartet wurden, dauerte dasGefecht am 22. noch fort. Es galt, die Häuser am AALalle zu reinigen und so denAbzug möglichst zu sichern. Um 11 Uhr Alorg-ens des nächsten Tages setzten sichdie Colonnen in Bewegung, die Flanken des -weiten Zuges deckten Plänkler, ander Spitze der 3. Colonne befand sich der Fcldmai-schall selbst, die Nachhut führteGraf Clarn, der umsichtig die für den Abmarsch wichtige Porta Tosa gewahrthatte. Familien der Beamten und Officiere, A r erwundete, Kranke, viele keinemAmte zugehörige Deutsche, befanden sich im Train. Nicht die leiseste Stockungfand Statt, und die schwachen Störungen durch die Insurgenten an verschiedenenPuncten konnten keine Unordnung in den 5 Stunden langen Zug bringen.
„Bald werden wir wiederkehren!“ waren die AVorte, die der Feldmarschall,gegen die treulose Stadt gewandt, zum Abschiede sprach. Er konnte sie aussprechen;mit Gewissheit durfte er auf ihre Er-fiillung bauen. Um ihn zogen Männer, derenAufopferung er während des geistig und körperlich quälenden Marsches stündlichmehr kennen lernte, hätten ihm nicht bereits frühere Tage genügt. Diese hinwiedersahen in ihm ihrenLciter, ihrenStern, und er führte sieauch wie seineAA 7 orte gelautet.