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2 (1857)
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1371
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Am 18. Mürz war bekannt gemacht worden, dass So. Majestät der Kaiserseinen Staaten eine Verfassungim Geiste der Zeit versprochen habe. An denPlätzen, wo diese Kundmachung angeschlagen worden, versammelten sich grosseHaufen; die Bewegung thoilte sicli bald der ganzen Stadt mit. Mit den Stadt-behörden drangen Tausende in das Regierungsgebäude, entwaffnetcn die auf Anlan-gen des Vice-Präsidenten Grafen ODonell nicht verstärkte Wache, zwangendenselben zum Befehle der Bewaffnung der Nationalgarde, der Aufhebung derPolizei u. s. w. und führten ihn selbst endlich gefangen hinweg. Inzwischen wardie Militärmacht, wie bemerkt, auf Ansuchen des Gubernial-Viccpräsidenten inlluhe geblieben; allein als man erfuhr, dass dreifarbige Kalmen herumgetragen,Waffen ausgctheilt und Barricadcn gebaut würden, dass nun keine legitime Civil-gcwalt mein' herrsche, donnerten die Alarmschüsse vom Gastei und in zehn Minutenstand die ganze Garnison unter Waffen.

Sie zählte 3 Brigaden, die eine derselben, unter General-Major Halb, mar-sekirte mitten durch die Bewegung nach dem k. Palaste und dem Dome, besetzteden ganzen Rayon und hatte hier die ersten Angriffe zu bestehen. Es ist nichtunsere Sache, den Gang der Bewegung hier zu beschreiben, da wir blos die Resul-tate heldennnithigen Wirkens der Nachwelt vor Augen bringen sollen. Es genügezu sagen, dass die Truppen mit Aufopferungen ohne Gleichen die Hauptpunctonahmen, die gestörten Verbindungen immer wieder herstellten, die Insurgentenaiifallen offenen Punctcn nach unbekannten Schlupfwinkeln zurück drängten. Alleindiese eine Brigade konnte, und wären ihre Elemente Heroen des Alterthumsgewesen, unmöglich das Errungene auf die Länge behaupten. Der Fcldmarschall,der inmitten seine gewöhnliche Ruhe behalten und stündlich Werke der bewunde-rungswürdigsten Milde und Nachsicht übte, Hess an alle Garnisonen des Flach-landes Befehle ergehen, in der Hauptstadt sich zu concontriren. Da zeigte sichbereits die riesige Ausdehnung des Aufstandes; alle Strassen waren abgegraben,die Brücken abgeworfen, die Orte verrammelt; da man die Eilboten auffing, gelangteein einziger Befehl an seinen Bestimmungsort, nach Bergamo. Desshalb beschlossder Feldmarschall, nachdem auch der 19. März in fortwährenden Kämpfen ver-gangen, die innere Stadt zu räumen und den Wall wie die Zugänge zu besetzen,um die schlecht verproviantirte Stadt durch Hunger zum Gehorsam zu bringen.

Diese Bewegung wurde in der Nacht vom 19. auf den 20. März mit Müheund unter beständigen Gefechten ausgeführt und nun begann der Aufstand bei freierinnerer Circulation auch freier sich zu entwickeln und in höchstem Masse organi-satorisch aufzutreten. Die Agriffe richteten sich nunmehr gegen die Thore, umsich mit heranziehenden Insurgenten der Provincialstädte in Verbindung zu setzen.Umsonst! Dagegen sah man wieder der Ankunft des Entsatzheeres unter KarlAlbert entgegen und schlug in der nahen Hoffnung dessen die von den fremdenConsuln vorgebrachte und vom Feldmarschall angenommene Bedingung der