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Erzherzogs über die Schlacht bei Wagram unter den Ausgezeichnetsten genanntwurde. Auf den Vortrag des Capitels ward daher dem Feldmarschall-LieutenantGrafenRadetzky in gerechter Würdigung seiner namentlich bei Wels erworbenenVerdienste das Commandeurkreuz dcsMaria Theresien-0rdens zu Theil.
Der Generalissimus und mit ihm sein Chef des Generalstabes, General-MajorFreiherr von Wimpffen, hatten bald nach dem Waffenstillstände von Znaim ihreStelle niedergcl egt. Auf Radetzky fiel die Wahl, den Letzteren zu ersetzen. Nurmit Widerstreben folgte er dem Rufe, denn die Verhältnisse hatten sich so gestal-tet, dass bei einer Fortsetzung des Kampfes die nachtheiligen Chancen leichtvorauszusehen waren. Seine Befürchtungen wendete indess der mit schwerenOpfern erkaufte Friede von Wien glücklich ab; nun galt es die Ruhe zu benützen,um aus der eingenommenen Stellung Vortheile für den Dienst zu erringen.
Die folgenden 3 Friedensjahre von 1810 — 1812 widmete Graf Radetzkyseine Thätigkeit der Ausbildung des Corps, und da er gleichzeitig zum Hofkriegs-rath erhoben ward, so bemühte er sich auch in dieser Stellung nach Möglichkeitzu wirken. Als Chef des General-Stabes lag es ihm besonders am Herzen, einetüchtige Militär-Landesbeschreibung zu Stande zu bringen, sein neues Feld mitden tauglichsten Individuen zu versehen, wie auch eine-Zusammenstellung derKriegsereignisse zu veranlassen und zu fördern und damit der österreichischenKriegsgeschichte das beste Materiale zu liefern.
Wir sind nun an jene Epoche gelangt, wo wir unseren Helden in einermehr selbstständigen, der Entfaltung seines Genies angemessenen Stellung finden.Alle Zeitgenossen wissen es und die Nachwelt soll es erfahren, wie sehr er ihrentsprochen. DiescrWirkungskreis desFeldmarschall-LieutcnantsGrafen Radetz kyist bisher viel zuwenig gewürdigt worden, und doch war er, nur unter schwierigerenVerhältnissen, dem Fürsten Schwär zenberg, Oberbefehlshaber der verbündetenHeere, das, was ihm später Hess gewesen, allerdings mit dem Unterschiede, dassder General-Major Langenau Radetzky die grosse Bürde tragen geholfen.
Zum Observationscorps nach Böhmen versetzt, machte also der Graf als Chefdes Quartiermeisterstabes die Feldzüge von 1813 — 1815 mit; Fürst Schwarzen-berg anerkannte bei jeder Gelegenheit seine vortrefflichen Dispositionen und derengeniale Ausführung; er hatte ihn mit unbeschränktem Vertrauen beglückt. DieAufgabe, welche jetzt zu lösen w r ar, leuchtete Radetzky so klar ein, dass ernach der Schlacht bei Dresden, das erste verunglückte Debüt der Alliirten, ineiner Denkschrift auf die nothwendigen Verfügungen hinwies, welche derriesige Kampf erfordere. Dieses historische Document, ein Gedanke Radetzky’s,fand in dem geistreichen Langenau den Verfasser und ist mit grossem Frei-muth abgefasst.
Nachdem vorerst die Mängel dargethan werden, welche der Armee hemmendinWeg treten, folgen die Rathschläge zur Beseitigung derselben; Graf Radetzky