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Hermannstadt besetzen, bei welcher Gelegenheit der kaiserlich russische General Engelhardtam 4. die über den Altfluss vordringenden Szekler bei Honigberg zurückwarf.
Feldmarschall-Lieutenant Puchner hatte nun freie Hand und zögerte nicht die Offensivezu ergreifen, schlug Bern bei Salzburg, verfolgte ihn bis Szäszvaros und warf ihn bis an denStrellfluss. Dieser aber traf schon am 9. Februar mit frischen Truppen bei Piski ein und zwangPuchner den Rückzug anzutreten.
Eine Verfolgung konnte Bern bei dem Einzuge der Russen in Hermannstadt und Kron-stadt und dem kühnen Vordringen des Obersten Urban, welcher im Februar einen gelungenenÜberfall auf Morosekeny machte und wieder Bistritz besetzt hatte, nicht unternehmen. Ermarschirte nach Mediasch, liess hier sein Gros stehen, eilte für seine Person nach Maros-Väsärhely, nahm dort eine Sehaar Szekler nach Bistritz und drängte Urban, welcher von deran die Landesgrenze gebannten Division Malkowsky nicht unterstützt werden konnte, wiederin die Bukowina zurück und kehrte nach Mediasch um. Hier wurde er am 2. März vomFeldmarschall-Lieutenant Puchner angegriffen und nach Schässburg geworfen, wo er sich zuverschanzen begann. Puchner folgte in der Absicht mittelst einer Umgehung der verschanztenStellung ihn zu sehlagen. Bern, genau unterrichtet von allen Plänen, liess einige Tausend Mannbei Mediasch stehen, brach mit 9000 Mann nach Hermannstadt auf, schlug die Russen undzwang selbe zum Rückzuge über den Rothenthurmpass.
Der commandirende General Puchner war auf die Nachricht von diesem Marsche Bem'ssogleich gegen Hermannstadt geeilt, kam aber zu spät. Da sich am 13. März mit Bern die beiMediasch zurückgebliebenen Truppen und 5000 Szekler vereinigten, zog sich Puchner gegenKronstadt. Bald darauf. räumten unsere Truppen Siebenbürgen, welches, mit Ausnahme Kärls-burgs, ganz in feindlichen Händen war, da auch Deva am 27. Mai capitulirte.
Feldmarschall-Lieutenant Malkowsky hatte von dem erkrankten General Pu oh n er dasCommando des in die Walachei eingerückten Corps übernommen und versuchte im Monate Maiüber Orsova in das Banat einzurücken. B e m eilte mit 12,000 Mann auf den bedrohten Punctund zwang Malkowsky zum Rückzuge.
Endlich war der Zeitpunct herangerückt, wo die vereinten Russen und Österreicher denallseitigen Angriff beginnen konnten. In der Bukowina stand der kaiserlich russische General-Lieutenant Grotenhjelm mit 9400 Mann und 24 Geschützen, in der Walachei und MoldauGeneral der Infanterie Liiders mit 25,000 Mann und OS Geschützen. Das österreichische Corps,10,000 Mann und 30 Geschütze, welches jetzt Feldmarscliall-Lieutenant Graf Clam befehligte,campirte bei Czernetz; die Colonne des Obersten Urban, 3000 Mann mit 9 Geschützen,schloss sich an Grotenhjelm an. Diesen Truppen stand Bein mit 42,000 Mann und 112 Ge-schützen gegenüber und hatte zur Belagerung von Karlsburg 4000 Mann mit 19 Piecen disponirt.
Am 17. Juni begann L ü ders, welcher den Oberbefehl führte, seine Operationen. Nach denGefechten am 19. und 20. am Priidial und bei Unter-Tömös zwang er am 22. das IvronstädterSchloss zur Übergabe. Der russische General Engelhardt besetzte den Törzburgcr Pass ohneWiderstand. Von hier aus unternahm Liiders einen Streifzug in die Iläromszek, zog über denOytos-Pass neue Truppen aus der Moldau an sich und beabsichtigte nun auf Hermannstadt zugehen, als er die Nachricht erhielt, dass 0000 Szekler heranziehen. LUders blieb stehen,berief das Clam’sche Corps durch den Törzburger Pass nach Kronstadt, wo es am 10. Julieintraf und zur Deckung dieser Stadt bei Szepsi Szent Gyürgy eine Stellung bezog, drängteam 2 t. Juli ein ungarisches Detachement durch den Rothenthurmpass in die Walachei undzog in der Hauptstadt des Landes ein.
SO