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2 (1857)
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Puchner sich im Süden auf eine zwecklose Defensive beschränken musste, hatte der unterneh-mende Oberst Urban im Norden den Kampf bereits begonnen. Am 31. October bestand erein hitziges Gefecht bei Yayda Szt. Iväny gegen die bereits ins Feld gerückten Szekler und

zog sich am 1. November gegen Bistritz, um die aus Galizien angekündigto Verstärkung zu erwarten.

Feldmarschall-Lieutenant Puchner liess den Obersten Urban über Bistritz, aus Hermannstadtden General Gedeon gegen Maros - Vasärhely operiren, wo sich beträchtliche Szeklerhaufenconcentrirten. Diese wurden am 5. November zersprengt.

Feldmarschall-Lieutenant Puchner wandte sich hierauf zu einem concentrischen Angriffe

auf Klausenburg. Hier hauste Baldaeci mit 3500 Mann, um den Szeklern zu Hülfe zu

eilen. Auf die Nachricht vom Anzuge Urbans rückte der Insurgentenführer demselben bisSzamös-Ujvar entgegen, wurde jedoch total geschlagen und fast zersprengt. Die Trümmersammelten sich in der Gegend von Nagy - Banya und waren his halben Dccember auf 10,000Mann gebracht.

Oberst Urban nahm nun Klausenburg ohne Schwertstreich ein.

Um diese Zeit ordnete Feldmarschall Win disch-Grätz den Beginn der Operationen dessiebenbürgischen Armeecorps durch den Csücsä-Pass auf Grosswardein an. Puchner concentrirteseine Macht auf der Strasse von Ilermannstadt über Karlsburg und Klausenburg gegen Csücsa.General-Major Wardener bildete mit 5000 Mann die Avantgarde, in seiner rechten Flanke beiDees waren die Obersten Urban und Jablonsky detachirt.

Wardener griff am 19. December den Csücsä-Pass an, wurde geschlagen und von Urban,der sich auf Bistritz zurückzog, getrennt. Der erhaltene Befehl war nun unausführbar, da zueben dieser Zeit der Parteigänger Bern im Lande mit dem Aufträge erschien, dasselbe zuerobern. Er organisirte die vorhandenen Truppen notlidiirftig und begann schon am 21. Decembervon Nagy-Banva aus mit seinem verstärkten linken Flügel die Operationen, warf am 23. denObersten Jablonsky aus Dees und zwang denselben zum Rückzüge auf Bistritz. Hier vereinigtesich Jablonsky mit Urban.

Bern eilte auf Klausenburg, um Wardener in Flanke und Rücken anzugreifen. Dieserhatte sich jedoch am 26. noch rechtzeitig zurückgezogen. Bern concentrirte nun sein Corps,liess eine Abtheilung zur Beobachtung Warden ers stehen und wandte sich mit -1000 Manngegen Bistritz, drängte Urban am 29. December mit grosser Übermacht aus Bistritz, am 3. Jännerin die Bukowina zurück, besetzte die Pässe im Norden Siebenbürgens, und eilte nacli Maros-Väsarhely, dessen Besatzung am 12. Jänner abzog. Von hier aus marscliirte Bern dem GeneralPuchner, welcher Maros-Väsärhely besetzen wollte, entgegen. Am 17. Jänner fand im Ivokel-thale bei Szökefalva der erste Zusammenstoss Statt, worauf sich Puchner nach Hermannstadtzurückziehen musste.

Am 21. Jänner erschien Bern mit 12,000 Mann und 21 Geschützen vor der Hauptstadtdes Landes, wurde jedoch geschlagen und fast ganz aufgerieben. Mit dem Reste (1000 Mann)zog er sich nach Stolzenburg und wurde hier ohne Erfolg von Puchner, der sich wieder nachHermannstadt zurüekbegah, angegriffen.

Die Lage der kaiserlichen Truppen wurde immer schwieriger. Die Szekler boten einenLandsturm von 15,000 Mann auf, über Ddva war eine Verstärkung aus Ungarn im Anzuge.Dieser sandte Bern unter Kemeny über Mühlonbach eine Abtheilung entgegen, während erselbst zur Beobachtung Puchners in der vortheilhaften Stellung bei Salzburg blieb. Untersolchen Umständen wandte sich Puchner an den kaiserlich russischen General der InfanterieLüders um Beistand. Bereitwillig liess dieser General am 1. und 4. Februar Kronstadt und