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2 (1857)
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von liier nach Ancona, welcher riatz sich am 19. Juni ergab. Garibaldi, welcher plötzlich imToscanischen mit einigen tausend Mann erschien, wurde nach San Marino geworfen , wo sich seinCorps zerstreute. Venedig harrte bei seiner günstigen Lage und grossen Besatzung durch17 Monate aus und ergab sich erst am 24. August, nachdem es keine Hoffnung auf einen Ent-satz oder eine auswärtige Hülfe hegen .konnte.

So hatten des Kaisers Waffen gesiegt über das italienische Bündniss, über die Empörungund den Abfall seiner eigenen Provinzen, über die grosse Partei des Umsturzes, der unbewusstselbst die höchsten Behörden des Landes dienten.

Nach dem Waffenstillstände zu Novara erfolgte am 6. August 1S49 der definitive Friedens-schluss mit Piemont zu Mailand. Der Länderbestand beider Monarchien blieb unverändert nachden Bestimmungen der Wiener Congress-Acte. Eine seit längerer Zeit zwischen den kriegführen-den Mächten erhobene Streitfrage über die Grenze bei Pavia wurde durch die Bestimmung besei-tigt, dass der Thalweg des Gravellone die Grenze zu bilden habe, und der von Piemont anÖsterreich zu zahlende Kriegskostenbetrag auf 75 Millionen Francs festgesetzt.

Tn Ungarn hatte Feldzeugmeistor Weiden die Armee, nachdem sie auf ihrem Rückzugeam 26. April 1849 einen Anfall des Feindes aus Komorn kräftig zurückgeschlagen, in den erstenTagen des Mai bei Pressburg concentrirt, um sowohl Wien zu decken als auch dem FeindeWiderstand zu leisten, bis Verstärkungen und künftige Ereignisse gestatten würden, neuerdingsin die Offensive überzugehen. Um dieselbe Zeit waren schon die diplomatischen Verhandlungenzwischen den Cabineten Österreichs und Russlands so weit gediehen, dass die Vorrückung einerrussischen Hiilfsarmee in naher Aussicht stand; bis dahin galt es den Feind durch Manoeuvres'in Schach zu halten.

Die Insurgenten begingen den strategischen Missgriff, dass sie mit 30,000 Mann unter Gör-gey den Monat Mai vor Ofen versplitterten; als dieser feindliche Führer nach der EinnahmeOfens wieder nach Komorn und an die untere AVaag rückte, um seinen offensiven Plan weiter zuverfolgen, hatten sich die Verhältnisse mittlerweile wesentlich geändert. Eine russische Iliilfs-Armee unter Commando des Fcldmarschalls Fürsten von AA'arscliau war bereits in der Ab-fassung in mehreren Colonnen nach Ungarn einzubrechen. Von dieser Armee wurde die 9. Infan-terie-Division unter General-Lieutenant Panutine zur österreichischen Armee,Donau-Armeegenannt, als Verstärkung beordert, und traf Ende Mai in Tyrnau ein.

Bis Mitte Juni war von beiden Seiten ein stillschweigender AVaffenstillstand beobachtetworden; Feldzeugmeister AA'elden hatte eine höchst schwierige Aufgabe gelöst, war ihr aberdurch übermässige Anstrengungen erlegen, so dass er sich gezwungen sah um Enthebung vomArmee- Obercommando zu bitten und zum Nachfolger den energischen Feldmarsehall -LieutenantBaron Ilaynau zu empfehlen. Dieser wurde zum Feldzcugmeister befördert und mit unum-schränkter Vollmacht ausgestattet; seine erste Sorge ging dahin, der Armee eine neue entspre-chende Ordre de Bataille zu geben. Demgemäss'war die Stärke und Schlachtordnung derselbenAnfangs Juni folgende:

1. Corps, General der Cavallerie Graf Schlik, 21 Bataillone, 32 Schwadronen,HO Geschütze, am rechten Donauufer bei Ungarisch-Altenburg;

2. Corps, Feldmarschall-Lieutenant Freiherr von Csorieh, 15 Bataillone, 0 Schwadronen,P- Geschütze, in der grossen Schütt;

3. Corps, Feldmarschall-Lieutenant von Ramberg, 17 Bataillone, 14 Schwadronen und48 Geschütze, bei Szt. Miklös, und