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2 (1857)
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1352
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mit 30,000 Mann zwischen Raab und der österreichischen Ostgrenze, Beniczki mit 3000Mann gegen den Jablunka-Pass, 10,000 Mann unter Perczel dem General Nugent gegenüber,16,000 Mann gegen die Serben, 7000 Mann schlossen Arad ein, 8000 Mann gegen Feldmar-schall-Lieutenant Graf Sclilik, 16,000 Mann als Besatzungen in den Festungen Peterwardein.Komorn, Leopoldstadt und Munkäcs.

Am 29. Dccember wurden die Operationen wieder aufgenommen. Der Ban, an diesem Tagein Kis-Ber angelangt, eilte mit seiner Cavallerie nach Moor und schlug hier Ferczel, der sichnach Ofen werfen wollte. Ein Theil dieser Insurgenten - Abtheilung zog sich nach Stuhlveissen-burg. Auf dem Marsche nach Teteny vertrieb der Ban bei Ilansabeg wieder eine feindliche Colonneund zwang sie zum Rückzuge nach Ofen. Das zweite Corps drang nach Zurücklassung derBrigade Lederer unter Feldmarschall - Lieutenant Rambcrg zur Beobachtung Komorns gegenOfen vor. Simunieh blockirte Leopoldstadt. Graf Sehlik Hess in Kascliau die BrigadeFiedler als Besatzung zurück, bedrängte den Feind bei Szikszö und marschirtc auf Miskolcz.Am 4. war die Ilauptarmeo in der Aufstellung vor Ofen eingerückt. Das Insurgenlenheer zog sichzurück; siegreich nahm der Feldmarschall von der Hauptstadt des Landes Besitz, und der ersteTheil des festgesetzten Operationsplanes war gelöst.

Oberst Horvath besetzte Veszprim und Stuhlweissenburg, Althann nahm in Bakony-Bel eine feindliche Abtheilung gefangen. Graf Schlik, von Übermacht bedroht, besetzte aber-mals Kaschau, da vorläufig an eine Verbindung mit der Hauptarmee nicht zu denken war.

Im Banate hatten die Magyaren bedeutende Streitkräfte eoncentrirt und bedrohten dieFestungen Temesvär und Arad. Diese Bollwerke wurden von ihren tapferen Commandanten,den Feldmarschall-Lieutenants Itukavina und Berger dem Staate erhalten, während die übri-gen Festungen des Landes in Feindeshand fielen. Kräftigen Beistand fand die schwache kaiser-liche Streitmacht im Banate an dem serbischen General Knicanin. Den einsichtsvollen Leistun-gen des General-Majors Grafen Leiningon gelang es, die Verbindung zwischen diesen beidenFestungen zeitweilig zu unterhalten.

Simunieh belagerte Leopoldstadt erfolglos und die Brigade Neustädter sollte den-selben verstärken. Im Rücken der kaiserlichen Armee umsclnvärmten Komorn kleine feindlicheStreifcorps und ein solches verhinderte die Vereinigung Neustädters mit Simunieh, woraufErsterer zur Beobachtung von Komorn nach Neuhäusel gezogen wurde. Perczel, der eben sowenig als der Feldmarschall, welcher, wie wir gleich sehen werden , den grössten Theil desHeeres Görgey entgegensandte, die Offensive ergreifen konnte, wurde von der BrigadeOttinger bei Szolnok in Schach gehalten; griff jedoch die Brigade an und drängte sie, durchansehnliche Insurgenten-Abtlieilungen verstärkt, nach Czegled zurück. Ottinger vereinigte sichmit der von Pesth vorgerückten Brigade Grammont und warf den Feind wieder über die Tlieiss.Der Ban besetzte am 28. Jänner Szolnok.

In einem Kriegsrathe am 2. Jänner beschlossen die Ungarn, dass nur Perczel dem inPesth einrückenden Feldmarschall gegenüber bleiben, Görgey aber mit den besten TruppenLeopoldstadt entsetzen und hierdurch den Feldmarschall vom weiteren Vordringen über die Theissabhalten sollte.

Der Fürst disponirte den Feldmarschall-Lieutenant Csorich mit 8 Bataillonen, 6 Schwa-dronen und 36 Geschützen, um diesen feindlichen Führer nach Sch'emnitz zu drängen, währendGötz Neusohl und Kremnitz bedrohen sollte. Dieser General bestand bei Turcsek ein siegreichesGefecht, musste sich aber nach Mosocz zurückziehen. Csorich schlug den Feind am 21. Jännerbei Schemnitz, worauf Görgey Ende Jänner sein Corps bei Neusohl coneentrirte, um zur