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eine ansehnliche Streitmacht zur Bekämpfung der rebellischen Hauptstadt versammelt. Mogawar mit 20,000 Mann dem Ban gefolgt und sollte, abgesehen von der Vernichtung der Croaten,auch der bedrängten Hauptstadt zu Hülfe eilen. Der Feldmarschall schlug die Insurgenten beiSchwechat am 30. October, und bezwang Tages darauf die empörte Hauptstadt des Reiches.
Ein neues Ministerium, Schwarzenberg-Bach, in welchem sieh die Kraft mit derIntelligenz zusammen gefunden hatte, trat an die Stelle des von den Octoberwirren grösstentheilszerstäubten, und verkündigte in dem Programme vom 24. November ein einheitliches grossesÖsterreich! Aber zur Verwirklichung dos Programmes musste noch ein entscheidender Schrittgethan werden, und die Nothwendigkeit eines solchen sah Der am,ersten ein, welcher diesesOpfer bringen sollte. Kaiser Ferdinand der Gütige verhehlte sich nicht, dass das Scepter jetztmehr als jemals einer kraftvollen Hand benöthige; er entsagte also zu Gunsten seines Neffen desErzherzogs Franz Joseph dem Throne. Der neue Monarch verkündigte in einem Manifeste,vom 2. December 1848, „durch die Thronentsagung Seines erhabenen Oheims und die Verzicht-leistung Seines durchlauchtigsten Herrn Vaters Erzherzog Franz Karl auf die Thronfolge kraftder pragmatischen Sanction berufen, die Kronen Seines Reiches auf Sein Haupt zu setzen,“ feier-lichst allen Völkern der Monarchie Seine Thronbesteigung unter dem Namen Franz Josephdes Ersten. „Völker Österreichs!“ so rief er diesen zu: „Wir nehmen Besitz von dem ThroneUnserer Väter in einer ernsten Zeit. Gross sind die Pflichten, gross die Verantwortlichkeit,welche die Vorsehung Uns auferlegt. Gottes Schutz wird Uns begleiten.“
Das schwankende und gefährdete Österreich hatte wieder seinen Cäsar gefunden; jetzt waran kein Stillstehen, geschweige an ein Zurückweichen mehr zu denken, es musste vorwärts zumSiege! Die erste ernste Sorge des Kaisers war es den Aufstand in Ungarn zu bewältigen,wo die Revolution immer mehr Boden gewonnen hatte. Den erprobten Feldmarschall Fürsten■zu Windis eh - Gr ät z betraute der Monarch mit dieser schwierigen Aufgabe. Eine muthbeseeltekampflustige Armee stand ihm zu Gebote. Mit Energie schritt der Fürst zur Ausführung undtlieilte das 44,000 Mann starke Heer in 3 Corps. Das erste befehligte der Ban, das zweite Feld-marscliall - Lieutenant Graf Wrbna, das dritte oder Reserve - Corps Feldmarschall - LieutenantPuca di Serlielloni. Andere^Abtlieilungen und Corps bewegten sieh im Norden und Westengegen den Kriegsschauplatz und sollten mit der Hauptarmee im Einklänge handeln. Unvorher-gesehene Hindernisse verzögerten den Beginn der Offensive bis Mitte December.
Am 15. December begann die allgemeine Vorrückung. Oberst Baron Horvath drang inder äussersten rechten Flanke nach Ödenburg. Das erste Corps überschritt in drei Colonnen dieUandesgrenzen und vertrieb den Feind aus seinen Stellungen. Das zweite rückte am 18. inPressburg ein. Feldmarschall-Lieutcnant Simunich, seit einem misslungenen Streifzuge in dieBergstädte in Göding ooncentrirt, drang, auf 4500 Mann verstärkt, wieder siegreich vor understürmte Tyrnau. Uber Jablunka war Oberst-Lieutenant Frischeisen im October mit 800 Mannzum Schutze der slavisclien Bevölkerung im nördlichen Ungarn eingeriiekt, zog sich jedoch, inseiner Rückzugslinie bedroht, wieder an die Grenze zurück. Diese Colonne, durch zwei Batailloneverstärkt, führte General - Major Götz siegreich gegen Trentscliin. Feldmarschall - LieutenantGraf Sclilik stand vorerst mit 8000 Mann bei Dukla, nahm nach Bekämpfung unsäglicherSchwierigkeiten und dem Siege beiBudamcr Kaschau ein und pacilicirte die umliegenden Ort-schaften; der Feind zog sich nach Ofen zurück. Horvath setzte sich über Kapuvär mit der Haupt-avinee in Verbindung, ein Streifcorps unter Oberst-Lieutenant Graf Althann unterhielt dieseüber Steinamanger mit Feldzcugmoister Graf Nugent, der mit 9000 Mann aus'Steiermark in Kör-mend eingetroffen war. 'Diesen Hccrcstheilcn standen die Ungarn wie folgt gegenüber: Görgey