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2 (1857)
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1350
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Karl Albert eilte nun hinter den Oglio und bezog am 31. hinter der Adda eine Stellungzwischen Crotte dAdda und Lodi, ging aber schon am 2. August nach Mailand, da er dieseStadt nicht ohne Kampf preisgeben wollte. Radetzky folgte dem Könige und schlug ihn am4. in die Stadt zurück. Karl Albert hatte dem Feldmarschall schon am 7. einen dreitägigen'Waffenstillstand angetragen. Da man sich aber über die Bedingungen desselben nicht einigenkonnte, sandte Letzterer am 8. das 4. Armeeeorps von Mailand gegen Piacenza, um bei demWiederbeginne der Feindseligkeiten am 10. sogleich auf das rechte Po-Ufer übergehen zukönnen. Es kam jedoch schon am 9. zum Abschlüsse eines sechswöchentlichen Waffenstillstandes,dessen Bedingungen uns den Besitz unserer früheren Grenzen und festen Plätze und dasBesatzungsrecht der Herzogthümer Modena und Parma und der Stadt und Festung Piacenzaverbürgten. Im Falle der Waffenstillstand nicht wieder verlängert würde, sollte er 8 Tage vorseinem Abläufe aufgekündigt werden.

Nach dem Sinne dieses Vertrages mussten auch die Verbündeten der piemontesischenArmee die Lombardie räumen. Diese noch bei 20,000 Mann starken, aus Abenteurern derganzen Welt zusammengesetzten Frcischaaren zogen wirklich unter ihren Führern Griffini,Durando, dApice und Manara theils nach Graubündten, theils nach riemont, wo sie in dasInnere des Landes zurückgewiesen wurden und sich, da man ihrer Dienste im nächsten Jahrenicht mehr benötliigte, nach und nach auflösten. Nur Garibaldi hielt seine Schaaren längereZeit im Canton Ticino und am Lago Maggiore beisammen und schiffte endlich gegen den Willender piemontesischen Regierung nach Luino auf österreichisches Gebiet über, von wo er bis Varesostreifte und brandschatzte, bis er endlich von mehreren Abtheilungen des 2. Armeecorps beiMorazzone am 26. August ereilt und geschlagen wurde. Garibaldi selbst entfloh in der Nachtnach Luino. Seine Schaaren lösten sich auf oder flüchteten auf Schweizer Boden. Mit diesemGefechte endeten die Feindseligkeiten.

Auf dem Reichstage zu Pressburg 184S gelang es den Magyaren, ihre seit langer Zeitgenährten separatistischen Tendenzen verwirklicht zu sehen. I).ie ausserordentliche Thätigkeit desim April ins Leben getretenen ungarischen Ministeriums, welches die Nationalität der diesemKronlande angeschlossenen Slavcnstämme gefährdete, entflammte letztere zu einer allgemeinenErhebung. Blitzschnell verbreitete sich der Ende April in Nagy-Kikimla ausgebrochene Auf-stand. Die, Serben eilten ihren Brüdern zu Hülfe und standen bald mit den aus Ungarn zurUnterdrückung der sogenannten Empörung entsandten Truppen, von denen ein grosser Theilgegen ihre Landsleute nicht fechten wollte, im Kampfe.

Der im März zum Ban von Croatien ernannte Feldmarscliall-Lieutenant Baron JellaSicsah bald ein, dass die Suprematie der Magyaren sich auch in den angrenzenden Ländern geltendzu machen suche und dass eine friedliche Lösung ohne Erfolg angestrebt würde; er griff alsozu den Waffen, rückte mit 45,000 Mann Anfangs September über die Drau, zog in Stuhl-weissenburg ein und schlug am 29. das ihm unter Moga entgegenstehende ungarische Herr beiPäkozd. Am 30. September bewilligte der Ban, um Zeit zu gewinnen und da das slavonische Corpsunter General Roth bei Ozora gefangen wurde, dem Feinde einen dreitägigen Waffenstillstand,marschirto gegen Österreich und sandte den Landsturm nach Hause. Zu Altenburg angekommen,erhielt er die Nachricht von dem Aufstande in Wien am 6. October, wohin er nun seinen Marschbeschleunigte.

Feldmarschall Fürst Win di sch-Grätz erhielt nach kräftiger Unterdrückung des Auf-standes in Prag das Commando aller Armeen, mit Ausnahme der italienischen, und hatte bereits