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Capitulation zwang. Miltlerweile war Feldmarschall-Lieutenant Weiden mit einem zweitenKeserveeorps in Treviso eingetroffen, hatte sich dieser Stadt bemächtigt und war zur Cernirungvon Venedig geschritten.
Karl Albert blieb Anfangs Juni unthiitig und beschäftigte seine Hauptmacht mit derDelogirung des Obersten Zobel vom Plateau von Eivoli; endlich dachte er daran Verona zunehmen. Kadetzky war ihm nach der Einnahme von Vicenza jedoch hier bereits zuvor-gekommen.
Das zweite Reservecorps gab mehrere Brigaden zur Operationsarmee ab. Diese wurden als4. Armeecorps unter General-Major Culoz bei Legnago zusammengezogen. Die Brigade Zobelward nach und nach auf S000 Mann verstärkt und bildete unter Feldmarschall-Lieutenant GrafenThum das 3. Corps. Der Feldmarschall wollte nun seinen früheren Plan gegen die rechteFlanke und den Rücken des Feindes wieder aufnehmen. Das Gros des 4. Corps sollte nachMantua marscliiren, die Brigade Franz Liechtenstein nach Verproviantirung Ferrara’sgleichfalls dahin ziehen, Feldmarschall-Lieutenant Thurn den Feind bei Rivoli angreifen,während Radetzky den Flankcnmarsch nach Mantua auszuführen gedachte.
Unterdessen erfolgte ein unvermutheter Schlag. Die Brigade Liechtenstein, derenCommandant nach Mantua vorausgeeilt war, stiess am 19. Juli nach Ausführung ihrer Aufgabeauf überlegene feindliche Massen und zog sieh, da Karl Albert endlich Mantua eingeselilossenhatte, nach Legnago zurück. Zu dieser Cernirung hatte Albert den grössten Theil der Armeeverwendet, bei Sommacampagna und Sona standen im Ganzen 16 bis 20,000 Mann.
Radetzky wollte nun dieses Corps vernichten und sich dann auf Karl Albert bei Man-tua werfen. Am 23. Juli drängte er das feindliche Centrum nach den glänzenden Gefechten beiSona und Sommacampagna über den Mincio zurück. Karl Albert beschloss auf die Nachrichtvon diesem Rückzuge Radetzky’s linke Flanke anzugreifen, concentrirte am 24. Morgens25,000 Mann bei Villafranca und rückte mit dem Centrum auf Custozza, mit dem rechten Flügelauf Sommacampagna und dem linken gegen Yaleggio. Das Centrum stiess auf die Brigade Liech-tenstein, welche an diesem Tage General S i m h s che n nach Sommacampagna und später nachCustozza führte, und rieb selbe fast auf. Die Verfolgung dieses überschätzten Sieges verschobder König ohne Rücksicht auf Radetzky’s Handeln auf den folgenden Tag.
Als demnach am 25. die Piemontesen nach den obigen Dispositionen zum Angriffe vor-riiekten, waren sie erstaunt, die Stellung unserer Truppen wesentlich abgeändert zu finden. DerEinklang in ihrem Angriffe war auch nicht der beste. Die Niederlage des rechten Flügels ent-schied am Abende dieses so heissen Tages den Kampf zu Gunsten Radetzky’s. Die Piemon-tesen zogen sich in die Ebene von Villafranca zurück und die Schlacht bei Custozza, am25. Juli geschlagen, beschloss den ersten Theil des Feldzuges.
Karl Albert war Abends in Villafranca angekommen, er wollte nun unter dem Schutzedes Corps von Sonnaz, welches in den letzten Tagen nichts gethan hatte und bei Volta stehensollte, hinter dem Mincio die Truppen sammeln, um sodann wieder die Offensive zu ergreifen.In der Nacht auf den 26. zogen die Piomontesen nach Goito; hier traf Karl Albert zu seinemErstaunen Sonnaz und liess ihn sogleich gegen Volta auf brechen.
Feldmarschall Radetzky liess am 26., mit Ausnahme des 3. Corps, den Mincio über-schreiten. Das 2. Corps stiess im Marsche gegen Volta auf Sonnaz. Beide Theile trafen in derStadt auf einander, wo es zu einem mörderischen Kampfe kam. Am 27. Morgens erschienaber auch schon das 1. Reservecorps, durch das heftige Feuer geleitet, bei A r olta, worauf dasCorps Sonnaz zerstob.