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Langenau verdankte cs ausschlicsscnd seiner persönlichen Befähigung undseiner hervorragenden Tapferkeit, so wie seinen militärischen Kenntnissen, dasser im Alter von 31 Jahren in der königlich sächsischen Armee schon den llangeines General-Majors und General-Adjutanten des Königs von Sachsen erreichthatte. In der letzteren Eigenschaft seinem Monarchen persönlich nahcgestcllt, saher nach der Rückkehr des sächsischen Corps aus Russland und Bolen sich nunzuerst die diplomatische Laufbahn erschlossen. Er wurde vom Könige mit derUnterhandlung eines Vertrages zwischen Sachsen und Österreich beauftragt, undbesah sich zu diesem Ende nach Wien. Doch trat eine unerwartete Wendung-derPolitik Sachsens dem Abschlüsse einer solchen Übereinkunft zwischen Österreichund Sachsen entgegen, einer Übereinkunft, Avelchc der General Langenau, nachden von dem Könige von Sachsen erhaltenen Vollmachten, bereits zwischen beidenStaaten abgeschlossen hatte. Der König, gedrängt durch den Umschwung derVerhältnisse, welche die Schlacht bei Lützen herbeigeführt hatten, verlicss uner-wartet Prag und kehrte nach Dresden zurück.
General Langenau sah sich unter diesen Umständen gezwungen, um seineEntlassung zu bitten, die ihm von Seite des Königs auch in der ausgezeichnetstenund ehrenvollsten Weise crthcilt wurde. Doch blieb der General nicht lange untlni-tig, da ihn Seine Majestät Kaiser Franz I. schon mit Patent vom 27. Juli 1813als General-Major in seine Dienste nahm. Langenau war während dos Feldzugesvon 1812 dem Fcldmarschall Fürsten von Schwarzenberg vorteilhaft bekanntgeworden, und erlangte nun schnell das volle Vertrauen dieses edlen und grossenFcldhcrrn, so wie jenes des Grafen Radetzky, damals Chef des General-Quartier-meisterstabes, welcher ihn sofort dem General-Stabe zutheilte.
Er fand auch bald Gelegenheit sich auszuzcichncn. Bei der Schlacht vonDresden war der Feldartillcrie-Dircctor General-Major von Fricrcnborgcrfast im ersten Augenblicke des Kampfes verwundet worden. Das Feuer, welchesder Feind aus mehreren vor Dresden angelegten Verschanzungcn auf die österrei-chischen Truppen richtete, erschwerte den Aufmarsch unserer Batterien nichtallein in hohem Grade, sondern machte es auch den Colonnen, welche zum Angriffebestimmt waren, unmöglich, vorwärts zu dringen. Es handelte sich darum, dieösterreichischen Batterien so nahe als möglich an den Feind zu bringen und ihrFeuer so zu dirigiren, dass das gegenseitige zum Schweigen gebracht würde.Langenau erbot sich freiwillig zum Director der Geschütze während desganzen Gefechtes, und erreichte den Zweck in so entscheidender Weise, dass dasGeschütz des Feindes in 2 Redoutcn vollkommen demontirt und die Wirkung desFeuers in den übrigen bedeutend vermindert wurde, wodurch der Angriff auf jeneSchanzen ermöglicht war, welche die kaiserliche Infanterie auch wirklich eroberte.Er begnügte sich dabei nicht damit, den Batterie-Commandanten die Puncfezum Auffahren zu bezeichnen oder bezeichnen zu lassen, sondern setzte sich