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2 (1857)
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ausgedehnten Aufträgen zur Organisirung der k. k. Kriegs-Marine nach Venedigabgeschickt ward, deren er sich zur Allerhöchsten Zufriedenheit entledigte.

Im Jahre 1823 ernannte ihn der Kaiser zum geheimen Ratli und Oberst-Hofmeister des Erzherzogs Vicekönig, dessen grossem Höf- und Haushalte er durch9 Jahre zur vollen Zufriedenheit Vorstand, 1831 zum General der Cavallerie,und bald darnach erhielt er auf ausdrückliche Bitte wegen geschwächter Gesund-heit und vorgerückten Alters den ehrenvollen Posten' eines Oberlieutenants derersten adeligen Arcieren-Loibgarde, in welcher er 1835 zum Cajntän-Lieutenantverrückte. In dieser Epoche wurde ihm die ausgezeichnete Ehre zu Theil, vonseinem Kaiser zum Begleiter und Reiseoberleiter im Jahre 1833 zu der Zusammen-kunft der Monarchen in Prag und Münchengrätz, und 1834 zum Lager bei Brünn,so wie auch später von der Kaiserinn-Mutter zur Begleitung- auf zwei kleinenReisen gewählt zu werden, und hatte Cronnevillc die reichlohnende Genug-thuung, auch diese letzten Dienste in den schmeichelhaftesten Ausdrücken belobtzu sehen.

Crcnneville unterlag einem langwierigen, oft wiederkehrenden Übel, undstai-b, wie er gelebt, dem Tode als unerschrockener Soldat mannhaft ins Augesehend, am 21. Juni 1840 zu Wien. Die hervorstechendsten Züge des höchstschätzbaren und liebenswürdigen Charakters Cr.enncvilles waren: rücksichts-lose Aufopferung und unbegrenzte Ergebenheit für seinen Kaiser und seine Pflicht,welche er auch von seinen Untergebenen forderte; ein ritterlicher Sinn, welcherihn das für Recht Erkannte stets offen aussprechen, und sich selbst oder Privatver-hältnissc nie berücksichtigend, durchführen hiess, verbunden mit einem warmenwohlwollenden Herzen, welches, ungeachtet seiner strengen, nur durch die feinsteUrbanität gemilderten Haltung, stets durchblicktc.

LANGENAU, Friedrich Karl Gustav Freiherr von, Fcldmarschnll-Lieutcnant, geheimer Rath und Kämmerer, commandircndcr General in Inner-östorrcich, Illyricn und Tirol, Inhaber des Infanterie-Regiments Nr. 49, der Sprosseeines sehr alten, adeligen Geschlechtes aus den Rheinlanden, ward am 7. November1782 zu Dresden geboren. Er erhielt von seinem Vater Gottlob Bernhard,kön.sächsischer General-Lieutenant und Inspoctor der Infanterie, eine militärischeErziehung, und trat schon im Alter von 13 Jahren in das sächsische Infanterie-Regiment Kurfürst, in welchem er dem Feldzuge von 1796 gegen Frankreichund der Schlacht bei Wetzlar beiwohnte. In den Reihender königlich sächsischenArmee-nahm er an den Rhcinfeldziigcn, der prcussisch-französischcn Campagnevon 1807 und 1808, jener von 1809 in Österreich, und dem Feldzüge von 1812gegen Russland den thätigsten und wirksamsten Theil; an letzterem in der Eigen-schaft als Chef des General-Stabes der sächsischen Armee des 7. Corps der grossenfranzösischen Armee unter Reynier.