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seiner Division gegen die Flcsche und nahm sie mit stürmender Hand. Dreimalwurde er in der hierauf folgenden Nacht von den Franzosen aus dem bedecktenWege angegriffen, dreimal warf er sie zurück, standhaft den eroberten Postenbehauptend. Trotz dieser kühnen Ausdauer würde aber die, in der Gorge gegen dieFestung- zu, ganz offene Fies che des rasirendon ununterbrochenen feindlichenFeuers wegen nicht zu behaupten gewesen sein, wenn nicht Mcrvillo ein inderselben Vorgefundenes Schanzzeug benützt, sich in die beiden Faccn der Escarpccingeschnittcn und dadurch so viel Deckung erzielt hätte, dass er nothdlirftiggesichert ein wirksames Feuer entgegnen konnte. Durch die Behauptung derFlesche war die Absicht der Vorpoussirung der nächtlichen Arbeit von unsererSeite erreicht, und die zu eröffnende dritte Parallele zu Stande gebracht. Noch amnämlichen Tage (21. November) wurden die Feindseligkeiten eingestellt und dieUnterhandlung mit der Besatzung der Festung- Mannheim nahm ihren Anfang.
Im Capitel vom August 1801 wurde ihm für diese beherzte Tliat das Ritter-kreuz zuerkannt.
Morvill e kam bei der Errichtung- der Legion Erzherzog Karl im Jahre 1800als Oberst-Lieutenant in dieselbe, wohnte dem Feldzüge 1805 als Oberst des Infan-terie-Regiments Stain bei, commandirte im Jahre 1809 eine Grenadier-Brigadeund wurde hei Wagram verwundet.
Im September 1813 zum Feldmarschall-Licutenant befördert, stand er bei derArmee in Innerösterreich und ward im Gefechte bei Caldiero am 15. Novembernochmals verwundet. Als Feldmarschall Bellegarde am 7. Februar 1814 mitdem grössten Theilo seiner Armee über donMincio setzte, befahl er Mer vi Ile mitseiner Division, welche aus der Brigade S t u 11 e r h e i m von 5 Grenadier-Bataillonen,der Brigade W r e d e von 10 Schwadronen und einer ßpfündigen Batterie von 8 Ge-schützen bestand, und im Ganzen nur 8783 Mann zählte, hinter Pozzoloauf einerkleinen Anhöhe aufzumarschiren und die weiteren Anordnungen abzuwarten. DieseAnordnung und Merville’s weise und kaltblütige Führung im Gefechte bei Po z-zolo am darauf folgenden Tage retteten Bollegarde’s Heer vor grosser Gefahr.Es ist der 8. Februar einer der ruhmvollsten Tage in der Kriegsgeschichte Öster-reichs, da hier einem fünfmal überlegenen Feinde durch acht Stunden der helden-miithigste Widerstand entgegengesetzt wurde, ohne mehr als den Raum einer hal-ben Stunde zu verlieren. Kein Terrainvortheil unterstützte die braven TruppenMerville’s, sie hatten nur ihre Ileldenbrust dem Feinde entgegen zu setzen, undihr grösster Vortheil war das Talent und die Entschlossenheit ihrer Führer, Feld-marschall-Lieutenant Merville voran, der, nicht auf eine passive Vertheidigungsich beschränkend, durch stete Angriffe dem Feinde die eigene Schwäche zu ver-bergen wusste. Seine standhafte Ausdauer, welche das Vordringen des weit über-legenen Feindes gegen Villafranca und dadurch die Absicht desselben vereitelte,unserer zum Tlieil schon über den Mincio gesetzten Armee in Rücken zu kommen,