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2 (1857)
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zubrachte, zur ferneren Ausbildung für seinen zukünftigen hohen Beruf, wobei er sich jedochjeder Einmischung in die Regierungsangelegenheiten welche König Friedrich mit gewich-tiger Strenge selbst leitete enthielt.

Im Jahre 1812 übertrug ihm sein königlicher Vater das Commando des, der grossen fran-zösischen Armee nach Russland folgenden württembergischen Contingentes. Er führte dasselbejedoch nur bis Wilna, wo eine bedeutende Krankheit ihn zurückhielt und ihn zur Heimkehr nachStuttgart nöthigte, auch durch ihre Folgen ihm im Jahre 1813 nicht erlaubte, wieder zur Armeezurückzukehren. Nachdem die Württemberger nach der Schlacht bei Leipzig auf die Seite derVerbündeten getreten waren, übernahm der Kronprinz Willi olm das Commando der gegenFrankreich ziehenden Armee. Das 4. Armeecorps, dessen Oberbefehl der zugleich zum Fcld-marschall ernannte Kronprinz erhielt, bestand aus 15 Bataillonen, 12 Schwadronen und5 Batterien Württemberger, denen sich später mehrere österreichische und russische Regimenteranschlossen.

Was der Kronprinz in diesem Feldzuge, so wie in jenem vom Jahre 1815 durch Klugheitund Muth Grosses bewirkte, hat die Geschichte verewigt und wir berühren im Allgemeinen Fol-gendes: Er ging am 31. December 1813 bei Markt unterhalb Hüningen über den Rhein, über-schritt dann durch den Pass von Pussang die Vogesen und vertrieb am 11. Jänner 1814 die Fran-zosen aus Epinah Am 18. sollte das 4. Corps an dem Angriffe auf Langres Tlieil nehmen;nachdem dies jedoch von dem Marschall Marmont schon vorher geräumt worden war , wen-dete sich der Kronprinz gegen Chaumont, um diesen wichtigen Übergangspunct zuerstzu erreichen; da gleichzeitig das 3. Armeecorps (Gyulay) von Langres aus gegen Chaumontvorging, mussten die Franzosen dies ebenfalls räumen, durch welches günstige Zusammen-treffen nun das 4. Armoecorps die Avantgarde der Hauptarmee bildete. Das 3. und 4. Corpsnöthigton am 25. und 27. Jänner durch das Gefecht von Bar sur Aube den MarschallMortier auch diesen Ort zu verlassen und bereiteten so den Sieg bei Brionne am 1. Februarvor. In dieser Schlacht bildete das 4. Armeecorps den rechten Flügel der Bl ü cherschcnArmee und trug durch Wegnahme und Behauptung der Orte la Giberie und Petit Mesnilund durch Eroberung einer französischen Batterie wesentlich zum Siege bei. Tages daraufvertrieben das 4. und 5. Armeecorps die Franzosen aus Brienne und das 3. und 4. Corpsverfolgten sie bei Lesmont über die Aube. Während nun die schlesische Armee längs derMarne gegen Paris vorzudringen suchte, wollte die Ilauptarmee diesen Operationspunct vonSüden her erlangen. Am 11. Februar griff das 4. Armeecorps Sens an, welches der fran-zösische General Alix vortheidigte, und erstürmte es, nachdem die Aufforderung zur Über-gabe und die Beschiessung vergeblich gewesen waren. Napoleon nöthigte indessen durchgeschickte Manoeuvres die Verbündeten zum Rückzüge, und um diesen zu decken, erhielt derKronprinz vom Fürsten Schwarzenberg den Auftrag, Montereau am Zusammenflüsse derYonne und Seine bis zum 18. Februar und zwar so lange zu behaupten, bis die Hauptarmecganz auf das linke Seine-Ufer gegangen sein würde. Mit 19 Bataillonen und 21 Schwadronen,etwa 12,000 Mann, hielt auch der Kronprinz den Angriff von 50,000 Franzosen, welche Mar-schall Ney anführte, lange genug ab, bis er endlich der Übermacht weichen und sich nachTroyes zurückziehen musste. Beim weiteren Rückzuge der Verbündeten bildete das 4. Armee-corps, welches durch 4 Landwehr-Regimenter, 4 österreichische Grenadier-Bataillone und 4 Küras-sier-Regimenter verstärkt wurde, mehrere Tage die Nachhut derselben. Vom 27. Februar anbegann die Ilauptarmee wieder offensiv zu handeln. Dem Kronprinzen von Württembergward jetzt auch das 8. Armeecorps untergeordnet. Beide Corps vereint, zwangen am 2. März