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Gefechte bei Breitenau und Dohna und drängte den Feind nach Dresden. Sein Corps, welches denNamen der polnischen Armee erhielt, wurde durch die Division des Feldmarschall-LieutenantsBubna verstärkt. In der Schlacht bei Leipzig befehligte er die dritte Colonne und traf am18. October früh bei Fuchshain ein. Da die Franzosen in der Nacht ihre Stellung verlassen undsich zurückgezogen hatten, änderte er auf das Zweckmässigste die Dispositionen zum Angriffe undmanoeuvrirte mit dem besten Erfolge gegen des Feindes linken Flügel, indem er ihm Pfauensdorf,Holzhausen und Zuckelhausen nahm und sich in dieser Stellung behauptete. Das Comman-deurkrcuz wurde ihm für seine diesfälligen Verdienste mit Allerhöchstem Handbillot aus ßöthavom 20. Ootober zu Theil.
Hierauf ward Bennigsen mit der Blockade von Hamburg beauftragt, dessen Thore aberDavoust erst nach Beendigung des Krieges öffnete.
Bennigsen liess sieh nach dem zweiten Pariser Frieden in seinem Vatorlande nieder,wo er am 3. October 182G zu Hannover starb. Er ist der Verfasser der „Gedanken über einigeKenntnisse, die einem Offieier der leichten Cavallerie nöthig sind.“
GNEISENAU, August Wilhelm Anton Neidhardt Graf von, k. preussiseher Feld-marschall, Sohn eines k. k. österreichischen Hauptmannes, %var zu Schilda, wo sein Vater imWinterquartiere stand, am 28. October 1760 geboren. Im 18. Lebensjahre trat Gncisenau inbaireüthische Dienste und führte 17S0 die Ersatzmannschaften nach Amerika, konnte aber an demKriege keinen Theil mehr nehmen, da er nach Abschluss des Waffenstillstandes eintraf.
Nach Europa zurückgekehrt, nahm er 17S6 preussische Dienste, machte den Feldzug inPolen als Ilauptmann mit, zeichnete sich in dem unglücklichen Gefechte bei Saalfeld im Jahre 1806,wo er den ersten Grund zum nachmaligen Ruhme legte, besonders aus, vertheidigte im Jahre1807 mit grosser Ausdauer die Festung Kolberg und wurde Oberst.
Bis zum Ausbruche des grossen Krieges, in welchem er bereits General-Major und General-Quartiermeister der schlesischen Armee und nach Scharnhorst’s Tode als Chef des General-Stabes bei Blücher fungirte, erhielt er mehrere geheime und wichtige Missionen nach London,Stockholm und St. Petersburg.
Gneisenau’s Verdienste in den Jahren 1813 bis 1815 sind bekannt. Der meisterhafteRückzug von Lützen bis Breslau, der entscheidende Sieg an der Katzbach, der Übergang beiWartenburg und der herrliche Erfolg des Gefechtes bei Möckern am 16. October 1813 warenzumeist Werke seiner Rathsehläge. Ganz vorzügliche Einsicht, Thätigkeit und Tapferkeit ent-wickelte Gneisenau in den Schlachttagen bei Leipzig, wofür er auch mit Iiandbillet desKaisers Franz aus Rötha vom 20. October das Commandeurkreuz als ehrende Anerkennungerhielt.
An den strategischen Operationen im Jahre 1814, wie an den Siegen bei Brienno, Laon undParis hatte Gneisenau grossen Theil und wurde von seinem Monarchen zum General der Infan-terie und in den Grafenstand erhoben.
Er trug auch im Jahre 1815 sehr viel bei, dass die bei Ligny geschlagene preussischeArmee in Verfassung blieb und den Sieg bei Waterloo erkämpfte; hierauf verfolgte er die Fran-zosen auf dem Fusse bis nach Paris und nahm Theil am Friedensabschlusse.
Im Jahre 1818 wurde Gneisenau Gouverneur von Berlin, im Jahre 1825 Feldmarschallund Vorsitzender der auswärtigen Militär-Angelegenheiten im Staatsrathe.
Als Preussen im Jahre 1831 eine Operations-Armee gegen Polen aufstellte, erhielt er denOberbefehl über dieselbe, starb aber am 24. August zu Posen an der Cholera.