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2 (1857)
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und dem Vaterlandes leistete, bleiben ein würdiges Vorbild für seine Waffe.Von einer fünfmaligen ruhmvollen Führung der Fcldartillerie-Direction beigrossen Armeen, hat die Artillerie-Geschichte kein zweites Beispiel.

SAYN und WITTGENSTEIN, Ludwig Adolph Peter Fürst, kais. russischer Feldmarschall,geboren am 6. Jänner 1769. Frühzeitig in Dienste getreten, war der Fürst schon im Jahre 1806General - Major und Chef des Mariapolschen Husaren - Regiments, commandirto im folgendenJahre die Avantgarde des 5. Armeecorps unter Tolstoy an der Narew, und zeichnete sieh imGefechte hei Ostrolenka am 30. April aus. Im Kriege 1S12 war er als General-Lieutenant Com-mandant des ersten Corps der Westarmee, und kämpfte an der Duna gegen Oudinot undSt. Cyr, dann gegen Victor. Im folgenden Jahre wurde er General der Cavallerie und nachKutusows Tode Oberbefehlshaber der russisch-preussischen Hauptarmee; er gewann am 5. Aprildas Gefecht bei Möckern, lieferte die Schlacht bei Lützen und Bautzen, und hob am 22. Augustdas feindliche Lager bei Pirna auf. Für diese Waffenthat verlieh ihm Kaiser Franz mit Hand-billet aus Brüx vom 26. August das Ritterkreuz. Er kam im Verfolge der weiteren Operationenzur Hauptarmee unter Schwarzenberg, nahm an der Schlacht bei Dresden und am Treffenbei Nollendorf Theil, und leistete bei Leipzig sehr wesentliche Dienste. Als Commandant desrechten Flügels der verbündeten Heere entriss er dem Feinde alle mit grosser Übermacht beiWachau, Gossa und Liebertwolkwitz errungenen Vortheile und drängte dieselben mit Verlustzurück. Seine Majestät Kaiser Franz verlieh ihm nun mit Ilandbillet aus Rötha vom 20. October1813 das Commandeurkreuz des Maria Theresien-Ordens.

Am 2. Jänner 1814 ging Wittgen stein bei St. Louis über den Rhein. Sein Corps wurdeals 6. Armeecorps ein Theil der Hauptarmee unter Schwarzenberg, und Wittgensteinbehauptete in allen Gefechten, besonders vor Paris, den Ruhm eines tapferen und einsichtsvollenGenerals.

Beim Ausbruche des Krieges mit den Türken 1S28 wurde er, unterdessen zum Feldmarschallund General-Adjutanten befördert, Oberbefehlshaber der Südarmee, welche Ende April über denPruth setzte. Anfangs in seinen Unternehmungen glücklich, musste er sieh im November nachder YValachei zurückziehen und übergab das Commando an Diebitsch.

Im Jahre 1834 von dem Könige von Preussen in. den Fürstenstand erhoben, starb Witt-genstein auf der Durchreise zu Lemberg am 11. Juni 1843.

Bennigsen, b entlin Levin Augustin Theopliil Graf von, kais. russischer Generalder Cavallerie und Gouverneur von Litthauen, wurde zu Banteln in Hannover 1745 geboren undzeichnete sich schon in den Kriegen gegen die Polen 1794 aus. Kaiser Alexander übergab ihm1805 ein Armeeeorps, welches er nach Österreich gegen Napoleon führte. Da aber die Schlachtvon Austerlitz vor seiner Ankunft den Feldzug beendet hatte, so ging er nach Russland zurück.

Im Jahre 1806 erhielt er das Obercommando der russischen Armee, schlug die Schlachtenvon Pultusk (26. December 1806) und Preussisch-Eylau (7. Februar 1S07), concentrirte dann dierussisch-preussische Armee bei Friedland und lieferte daselbst am 14. Juni gegen Napoleondie grosse Schlacht, welcher der Friedensschluss folgte. Im Jahre 1812 übernahm Bennigseneinige Tage vor der Schlacht bei Borodino die Stelle eines Chefs des General-Stabes unter Kutusow,und war nach dem Rückzuge Napoleons mit der Organisation einer Reserve-Armee in Polenbetraut. Mit diesen Truppen traf er Anfangs September an der böhmisch-sächsischen Grenze ein,bildete den äussersten linken Flügel der grossen Armee, lieferte am 8. und 9. October die