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2 (1857)
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1156
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Tlieil und iiel dem vorgodrungenen Feinde in seine linke Flanke. In der Rela-tion unter den besonders Ausgezeichneten genannt, waren ihm zwei Pferde unterdem Leibe verwundet, er selbst erhielt eine Contusion am linken Fusse, blieb aberdennoch bis zum 22. Mai spät Abends zu Pferde bei seiner Truppe im Gewiihle derheftigsten Schlacht. Bei Wagram ward er als Commandant von 4 Reiter-Regi-mentern zur Unterstützung des den linken Flügel bildenden 4. Armeecorps hinterder Höhe von Markgraf-Neusiedcl beordert; er führte mehrere Angriffe mit Ent-schlossenheit aus, die aber ohne Wirkung blieben, und ward wieder unter denVerwundeten und Ausgezeichneten genannt.

In den folgenden Friedensjahren lebte Graf Nos ti tz, wegen misslicher Gesund-heitsumstände beurlaubt, im Sommer auf seinen Gütern, im Winter zu Prag, erhielt1813 vorerst das Connnando einer Kürassier-Division und wurde zu Anfang Sep-tember bei der neuen Eintheilung der Armee Chef des österreichischen Kürassier-corps. Dieses bestand aus den sieben Kürassier-Regimentern Kaiser, ErzherzogFranz, Kronprinz, Albert, Sonnnariva, Lothringen und Holienzol-lern, dann demChevauxlegers-Regimente OReilly, zusammen 36 Schwadronen,mit 3 sechspfündigen Batterien. Es gehörte zu der vom General der Cavallcric Erb-prinzen Hessen-Homburg befehligten Reserve, zu welcher noch die Infanterie-Divisionen Bianchi und Weissenwolf nebst ihren Batterien gerechnet wurden.

Am 16. October um die Mittagsstunde wurde der Erbprinz beordert, dem beiW ach au und Liebe rtwolkwitz auf dem rechten Ufer der Pleisse kämpfendenrussischen General Wittgenstein, dem preussischen Corps von Kleist undjenemKlenaus, welche von Napoleon schon bedrängt waren,zu Hülfe zu eilen. Feld-marschall-Lieutenant Graf Nostitz rückte mit seinen Kürassieren an der Spitzeder Reserve eiligst vor und gelangte um 2 Uhr Nachmittags durch ein sehrbeschwerliches Defile in das Dorf Grobem, vor welchem sich die Ebene offenausbreitet. Wittgensteins Truppen waren im vollen Rückzuge, Napoleonnahe daran, seine beiden Flügel zu umgehen und das Centrum der Verbündetenzu durchbrechen. Von unübersehbaren feindlichen Massen gedrängt, konnte derVortrab Nostitzs (2 Schwadronen Albert-Kürassiere) sich nur mit grosser Müheformiren, war aber dann wieder durch den Schwall der weichenden Russen mitin den Rückzug fortgerissen. Es stand zu befürchten, dass das Kürassiercorps garnicht mehr durch Gröbern hinausgelangen werde. Da liess Graf Nostitz mitbesonnenem Scharfblicke eilig die zwei nächstfolgenden Schwadronen Albert-Kürassiere sich formiren und führte sie selbst im Schritt unter dem heftigstenFeuer in die Nähe der feindlichen Colonnen vor. Dieses mit ruhiger Entschlossen-heit ausgeführte Manoeuvre machte die französischen Massen stutzen; sie hielteneinen Augenblick an und dieser genügte. Zeit und Raum waren gewonnen unddie nächstfolgenden Regimenter konnten aufmarschiren. Mit dem RegimenteAlbert stürzte sich Nostitz auf die Fronte, mit Lothringen in die Flanke der