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polnischen und französischen Reiter unter Letort, warf und versprengte sie;dann brach er unter die nächsten Infanteriemassen der Garde, von Mortier undOudinot befehligt, ein, durchbrach mehrere derselben und hieb einen grossenTheil zusammen. Die Reste bedeckten gegen Wachau hin fliehend die Ebene. Dienoch von weitem heranziehenden feindlichen Truppen hielten im Marsche an undstutzten, dann aber ermannten sie sich und die Kaisergarden drangen vor. Die beidenKürassier-Regimenter, von allen Seiten mit Übermacht angegriffen, zogen sichlangsam, geschlossen, in bester Ordnung auf das Gros der Reserve-Cavalleriezurück, vom Feinde gefolgt, der gegen Grobem immer mehr Terrain gewann.Da war es nun, wo Feldmarschall-Lieutenant Graf Nostitz mit den beiden Regi-mentern Erzherzog Franz und Kronprinz zum zweiten Male den Feindangriff, über die Fläche zurückwarf und die Ebene von Gröbern von den französi-schen Massen und Colonnen säuberte. Wohl vereinigte des Gegners Artillerie ihrverheerendes Feuer gegen die braven Kürassiere, welche derselben anfangs nurmit einer einzigen Cavallerie-Batterie antworten konnten, die noch dazu sehr balddemontirt wurde. Dennoch behauptete Nostitz die errungene Fläche im stärkstenKanonenfeuer mit der kaltblütigsten Standhaftigkeit, bis nach 3 Uhr Nachmit-tags die Division Bianchi und die Reserve-Batterien anlangten, nach Markklee-berg vorrückten und die Schlacht auf diesem Puncte völlig herstellten. Die Fran-zosen wurden bis in jene Aufstellung zwischen Dölitz und Wachau zurückgeworfen,in welcher sic zuerst bei Tagesanbruch gestanden.
Obschon es am 18. zu keinen grossen entscheidenden Rciterangriffen bei derersten Colonne, in welcher Nostitz eingethcilt war, kam, so ward er dennoch inden theilweisen Gefechten viel beschäftigt und erhielt zeitig einen Streifschuss ander rechten Seite und eine Kugel in den linken Oberschenkel. Ungeachtet dieserbeiden Wunden blieb er nicht nur diesen Tag, sondern auch den ganzen 19. Oeto-ber bis in die Nacht zu Pferde.
Seine Majestät der Kaiser Franz verliehen dem Feldmarschall-LieutenantGrafen Nostitz mit Allerhöchstem Handbillet aus Rötha vom 20. October dasCommandeurkreuz des Maria Theresien-Ordens, und der Kaiser Alexandervon Russland den St. Annen-Ordcn 1. Classe.
An den ferneren Operationen der verbündeten Heere nahm Nostitz mitgleicher Auszeichnung bei Troyes, Arcis surAube, Fere Champenoiseund V i tr y Theil, befehligte im Feldzuge von 1815 eine Division der Reserve, rücktemit dieser bis Chälons sur Saöne und Dijon vor, und wohnte noch der letzten krie-gerischen Waffenthat derselben, der Eroberung des Forts Saint Andre beiSalins, bei.
In dem Lager bei Dijon führte er am 1. Octobcr 1815 bei einem grossen Caval-lerie-Manoeuvre vor den alliirten Monarchen einen Frontmarsch mit 6 Kürassier-Regimentern im Schritt und Galop, und am Schlüsse eine Attaque mit den Regi-mentern Franz Modena und Kronprinz aus. Nach dom Vollzüge derselben