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2 (1857)
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In dem Gefechte hei Lincelles (18.Mai 1794) wurde Nostitz verwundet;bei Ilooglilodo (13. Juni), vor Lüttich (27. Juli) aber belobt; nach demfruchtlosen Angriffe Pichcgrus auf unsere Stellung hoi Heidelberg undWiosloch (24. September 1795) wurde er Oberst-Lieutenant und im April desfolgenden Jahres Oberst im Rcgimcnte. In dem darauf erfolgten Gefechte beiE glingen (11. August) wiederholt verwundet, blieb er trotzdem bis zur Entschei-dung der Affaire am Kampfplatze und entwickelte eben so viel Eifer als Tapferkeit.Besonderes Lob erwarb sich Nostitz in den vielen feindlichen Actionen, welchedie Monate September und October füllten; in einem dieser Vorpostengefechte trafeine Flintenkugel seine linke Brust und schlug mehrere Blätter einer vielfachzusammengelegten Landkarte durch, welche er zwischen Weste und Uniformgesteckt hatte. Dieses zufällige Schutzmittel rettete ihm das Leben und er konntevon Glück sagen, dass er nur mit einer starken Contusion davonkam.

Nach dem Tode seines Oheims, des Feldmarschalls Grafen FriedrichNostitz, zog er sich zur Ordnung von Familiengeschäften Ende December 1796ins Privatleben zurück, betrat aber 1800, als die böhmische Legion errichtet werdensollte, aufs Neue den Kriegsschauplatz. Er wurde zum General-Major und Bri-gadier dieser Legion ernannt und vertauschte diese Stellung nach dem Frieden vonLuneville mit der eines Cavallerie-Brigadiers in Prag.

Als der Feldzug von 1805 begonnen, treffen wir den General unter Feldmar-schall-Lieutenant Kienmayer und Feldmarschall-Lieutenant Merveldt. Nach-dem sich der Letztere zur Deckung der Steiermark zurückgezogen hatte, bliebNostitz mit 4 Bataillonen und 6 Schwadronen bei der russischen Armee undsollte deren Arrieregarde bilden. In dem Treffen bei Dürnstein (11. Novem-ber), wo die beiden französischen Divisionen Mortier und Dupont von demGeneral-Lieutenant Bagration geschlagen und grösstentheils aufgerieben wurden,nahm Nostitz mit seiner Brigade entscheidenden Antheil am Siege, und beson-ders bedeckten sich die Husaren von Hessen-Homburg mit Ruhm; ingleichenin dem Rückzugsgefechte bei Schöngrabern am 15., in welchem Murat mit40,000 Mann die die Nachhut bildende Brigade Nostitz zu erdrücken vermeinte.Aber die alliirten Truppen Nostitzund 6000 Russen kämpften mit bei-spielloser Tapferkeit bis 11 Uhr Nachts und brachen sich Bahn durch die unüber-sehbaren Massen der Franzosen. Auch in der Schlacht bei Austerlitz hatte sichder Graf mit Ruhm bedeckt, dem verfolgenden Davoust entgegengeworfen, seinevordersten Bataillone zerstreut und 300 Franzosen gefangen.

Im Jahre 1809 wurde ihm das Commando der Reserve des 1. Armoccorpsübertragen; sie war aus 5 Bataillonen und 2 Schwadronen Ulilanen zusammen-gesetzt. Drei Tage vor der Schlacht bei Aspern zum Feldmarschall-Lieutcnanternannt, nahm er bei der zweiten Angriffscolonno (dom 1. Armeecorps) an demkräftigen Widerstande gegen jene feindlichen Massen, welche das Centrum angriffen,

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