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des Inn- und ILnusruck-Viertels, gegen den Rh einkreis zu dringen hatte, —bekleidete später die Stelle eines Ilofkriegsrathes, bis ihn eine mehrjährig anhal-tende Krankheit und andere Umstände veranlassten, um seine Versetzung in denRuhestand anzusuchen, welche dem verdienstvollen Veteranen am 16. März 1824bewilligt wurde.
Auf seinem zu Mogliano unweit Treviso erkauften Landsitze lebte er seitdemin ländlicher Zurückgezogenheit, und wurde nur im Jahre 1830 bei den damaligenkriegerischen Aussichten zu einem Armee-Commando bestimmt, wozu es aber nichtkam. — Die Revolution 1848 fand ihn auf seinem Landsitze ruhig und unbesorgt.Da man aber in ihm einen Anhänger Österreichs fürchtete, wurde er durch dieprovisorische Regierung plötzlich gefangen genommen und unter der unanstän-digsten Behandlung durch volle zwei Monate zu Treviso in Arrest gehalten, bisdie EinnahmeTreviso’s durch Feldmarschall-Lieutenant Weiden am 14. Juni ihmdie Freiheit zurückgab. Bianclii erfreute sich in seinen vorgerückten Jahreneiner bewunderungswürdigen Frische des Geistes und des Vollbesitzes seiner kör-perlichen Kräfte.
In dem vortrefflichen Werke: „ F r i e d r i c h Freiherr von B i a n c h i, k. k. Feld-marschall-Lieutcnant etc. etc. Wien 1857“ heisst es sehr richtig: „Bianclii, eineder mächtigsten Stützen Österreichs in den grossen Franzosenkriegen, war einerjener Soldaten, die jede ihrer Beförderungen nur durch Auszeichnung erworben,einer jener Fcldherrn, so am meisten und tiefsten in die neue durch Napoleon I.begründete Kriegführung eingedrungen waren. Viel zu früh wurde er dem Diensteentrissen. Als Mensch und Krieger war er ein edles Beispiel; ein Geist, wie ihnoft nur Jahrhunderte hervorbringen, vielleicht viel zu erhaben für die Gegenwart.“
NOSTITZ--BIENECK, Johann Nep omuk Graf von, Fcldmarschall-Licutcnant,geheimer Rath und Kämmerer, Inhaber des Chevauxlegers-Regiments Nr. 7, ent-stammte einer alten schlesischen Familie und wurde 1768 zu Prag geboren. ZumKriegerstande bestimmt, trat er nach sorgfältiger Erziehung, um sich militärischauszubilden, als Frequentant in die Neustädter Akademie, verliess diese nach Jah-resfrist und wurde 1785 Cadet bei demDragoner-Regimente Leopold Toscana.Im Jahre 1786 avancirte erzürn Untorlieutenant, 1787 zu Oberlieutenant, undwegen tapferer Haltung im Türkenkriege schon 1791 zum Rittmeister.
Seine Entschlossenheit trat namentlich bei Gelegenheit des Rückzuges vonLugos nach Karansebes (1788) auf ausgezeichnete Weise hervor und bei der Bela-gerung von Belgrad erwarb er sich des greisen Loudon Achtung und Lob. AlsMajor (1793) setzte er seine ruhmwürdige Laufbahn unter Wurmsor’s Befehlin den Kriegen gegen Frankreich fort und leistete dem Foldzeugmeistcr Latour,unter dessen Commando er eine Zeit lang diente, so treffliche Dienste, dass derselbein den Berichten seiner mehrfach rühmlichst erwähnte.