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2 (1857)
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Theresien-Ordens ernannt worden, tliat der huldvolle Monarch noch mehr. Umdie für einen einfachen Truppen-Divisionär völlig ungewöhnliche AuszeichnungBi«aneins im Angesichte der ganzen Armee noch ehrenvoller und glänzender zumachen, ernannte der Kaiser gleichzeitig den General-Major Grafen ITaugwitzund alle an der Schlacht Theil genommenen Obersten der Division, Ilctsey,Stuttcrhcim und Dressory zu Rittern dieses hohen Ordens, ein Fall, der inden Annalen der österreichischen Kriegsgeschichte weder früher noch später vor-gekommen ist. Fürst Schwarzenberg schrieb ihm aus seinem Hauptquartiereltötlia 18. Abends, somit in einem Augenblicke, wo der mit den wichtigsten Anord-nungen überhäufte Oberbefehlshaber kaum eine freie Minute fand, Folgendes: »Icherkenne mit dem wärmsten Dank die wesentlichen Dienste, welche Euer Ilochwolil-geboren in den wichtigen Tagen der gegenwärtigenEpoche geleistet haben. DieseErkenntniss wollen Euer Hochwohlgeboren .als Bürgschaft für die Echtheit jenerSchätzung Ihres Verdienstes halten, welchem in jeder Gelegenheit Gerechtigkeitwiderfahren zu lassen ich mir zur angenehmen Pflicht mache.

Noch am Abend des 16. Octobers hatte Kaiser Alexander, Zeuge des heroi-schen Kampfes von der Anhöhe von Gossa, und erkennend, dassBianchi dasSchicksal des Tages entschieden, im Beisein des Fürsten Schwarzenberg vomHalse des FürstenWolkonsky das St. Georgskreuz 3. Classe genommen und anBi an c lii durch einen seiner General-Adjutanten übersendet.

Im Verfolge des weitern Feldzuges erstürmte er am 4. Februar 1814 Cleray,übernahm nach GolloredosVerwundung das Commando des 1. Armeecorps undfocht bei Mo nt er e au. Zur Süd-Armee beordert, befehligte Bi an clii den rechtenFlügel derselben, erreichte am3.MärzBeaunc, nachdem General-Major Scheitlicrbereits am 27. Februar nach Chalons an der Saone vorgerückt war, setzte sich am19. in den Besitz von Macon, eiwarb sich neue Lorbern in dem Treffen vonLyon und wurde vom General der Cavallerie Erbprinzen II e s s c n - H o m b u r g unterjenen genannt, welche er ihres ausgezeichneten Betragens wegen anempfehlen müsse.Nach dem Einzuge der Alliirten in Paris wardBianchi zumllofkriegsrathe ernannt.

Napoleon hatte die ihm zum Aufenthalte angewiesene Insel Elba verlassen;Bi an chi, welcher sich gerade damals, ohne noch zu der gegen Murat bestimmtenkaiserlichen Armee zu gehören, auf einer Dienstreise in Bologna befand, erhielt dasCommando über die österreichischen Truppen in den Marken. Er rückte am13. April an den Panaro, am 15. bis la Moggia vor, und traf am 16. in Bolognaein. Hier wurde vom General der Cavallerie F rimont verordnet, dass Bi an chimit 12 Bataillonen, 10 Schwadronen, 28 Geschützen und 1 Pionnier-Compagnie(10,300 Mann Infanterie und 1170 Reiter) in Eilmärschen über Florenz undPerugia auf Foligno rücken und die über die Apenninen gegen Fano und Lorottoführenden Engwege besetzen solle, während Feldmarschall-Lieutenant GrafNeipperg mit 15,000 Mann Murat zu folgen und selben durch Scheinangriffe