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2 (1857)
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Hierauf zur Verteidigung desBrückenkopfes vo'nP ress bürg beordert,trat Bianclii hier zum ersten Male ganz selbstständig auf und begründete seinenRuf als einer der geschicktesten Generale dauernd. Er hatte für die Vertheidigungdieses wichtigen Übergangspunctes über lOBataillone, 7 Schwadronen, 5672 MannInfanterie und 870 Reiter mit 22 Geschützen zu verfügen, schlug die Angriffe desHerzogs von Auerstädt, der sich um jeden Preis desBrückenkopfes zu bemäch-tigen suchte, am 1. und 3. Juni kräftig zurück und wurde mit Armeebefehl desGeneralissimus vom 14. Juni für sein ausgezeichnetes Betragen mit dem Ritter-kreuze des Maria Theresien-Ordens belohnt.

In einer anonym erschienenen Broschüre: Vertheidigung des Brückenkopfesvon Pressburg (1809). Herausgegeben von einem k. k. österreichischen Officier.Mit zwei Plänen. Pressburg 1811, wird-dieseWaffenthat sehr dctaillirt geschildertund derösterreichische Soldatenfreund gab in Nr. 69 vom Jahre 1852 eine mitdiesem Schriftclien fast gleichlautende Darstellung. Im August 1809 zum Feld-marschall-Lieutenant befördert, ward Bianclii nach dem Frieden zum General-Inspector in Ungarn, 1811 zum Inhaber des Infanterie-Regiments Nr. 63 (zurZeitNr. 55) ernannt und erhielt in dem 1812 ausgebrochenen Kriege zwischen Frank-reich und Russland den Befehl über die erste Infanterie-Division bei dem Auxiliar-Corps unter dem General der Cavallerie Fürsten von Schwarzenberg, demer mit seinen gediegenen Kenntnissen würdig zur Seite und in allen Relationen alsder Ausgezeichnetste oben an stand; dieSchlacht beiPodubnie, dieGefechte beiDivin, Starawizwa, Liuboml, Trisczin, Biala, Rudnia und Pinsk waren eben so vieleZeugen seiner vortrefflichen Feldherrngaben w r ie seiner Tapferkeit. Nach derErkrankung des Feldmarschall-Lieutenants Baron Frimont war er mit der Voll-ziehung der Räumung von Krakau beauftragt.

In dem darauf folgenden Feldzuge befehligte Bianchi eine Division unterGeneral der Cavallerie Erbprinz von Hessen-Homburg und zeichnete sichin den Schlachten von Dresden und Kulm auf dasVortheilhafteste aus. Letzterehalf er entscheiden. Feldmarschall Fürst Schwarzenberg sagt in seiner Relation:Der Feldmarschall-Lieutenant Bianchi hat sich am 26. auf eine seines Ruhmeswürdige Art benommen, und auch am 30. höchst wichtige Dienste geleistet. In derSchlacht bei Leipzig hatte Bianchi am 16. durch seinen meisterhaften Angriffbei Grobem und Gossa nicht nur den bereits siegenden Feind im weiteren Vor-dringen gegen den linken Flügel der Verbündeten bei Wachau aufgehalten, son-dern auch zurückgeschlagen und das zweite preussisclie Corps unter Kleist auf-genommen. Seine Division allein hatte 12 Geschütze erobert und er dieBestimmungeiner Reserve-Truppe, nur im entscheidenden Momente aufzutreten, vollkommenerfüllt. B i a n c liis Truppen wanden sich in dieser Völkerschlacht den immer grünenLorber des Ruhmes, und nachdem er von Sr. Majestät dem Kaiser mit Aller-höchstem Handbillet aus Rötha vom 20. October zum Commandeur des Maria