Major im Corps ernannt. Bianchi, meistens bei den Vortruppen wirkend,erwarb sich entschiedenes Verdienst, und wurde seiner erfolgreichen Thätigkeitwegen, .namentlich bei Ulm im Jahre 1800, im März zum Oberst-Lieutenant undim Juni zum zweiten Obersten, dann zum Regimcnts-Commandantcn bei BaronWukassovich-Infanteric Nr. 48 ernannt, und im Jahre 1804 mit dem Regimentenach Cattaro beordert, um einen von den Montenegrinern unterstützten Aufstandder Albanesen zu unterdrücken.
Im Jahre 1805 als General-Adjutant zu dem bei der Armee in DeutschlandAngestellten Erzherzog F erdin and d’Este berufen, war die Rettung dieses Prin-zen nebst einem Theile des Corps in diesem unglücklichen Feldzuge nur derumsichtigen Entschlossenheit des Obersten Bianchi zu danken.
Nach Beendigung des Feldzuges übernahm er wieder das Regiments-Commando von Baron Wukassovich-Infanterie, bis er, mit 1. Jänner 1807 zumGeneral-Major befördert, als Brigadier nach Bartfeld kam. Bei dem Ausbruchedes Krieges von 1809 gegen Frankreich erhielt er eine Brigade bei dem 5. Armee-corps unter dem Erzherzoge Ludwig, zeichnete sich in dem Gefechte beiKirchdorf am 20. April aus, ward bei Biburg in einer, für seine Truppenausgedehnten Stellung um 9 Uhr Früh angegriffen, zog sich auf den Feldmar-schall-Lieutenant Prinzen Reuss zurück, welcher eine vortheilhafte Positionauf den Höhen vor Kirchdorf inne hatte, wo sich die nun vereinigten Truppenbis 5 Uhr Abends mit unerschütterlicher Tapferkeit schlugen und die bereitsvon allen Seiten umgangene Stellung auf das Hartnäckigste vertheidigten. In demTreffen von Neumarkt, bei der ersten Colonne unter Feldmarschall-LieutenantFürst Reuss eingetheilt, hatte sich General-Major Bianchi neue Lorberngesammelt und ward in der Relation unter den besonders Ausgezeichneten genannt.Am zweiten Tage der Schlacht von Aspern erhielt er die Weisung, das Com-mando über die in dem Dorfe Aspern nicht zweckmässig zur Vertheidigung aufge-stellten Truppen zu übernehmen. „Gehen Sie nach Aspern, übernehmen Sie dasCommando allda, und stellen Sie die Truppen besser auf,“ waren die Worte deskaiserlichen Feldherrn und Bianchi’s ganze Instruction. Kaum hatte er seineVerth ei digungsanstalten getroffen, als Napoleon den Tages vorher begonnenenRiesenkampf wieder aufnahm und Alles daran setzte, sich zum Meister vonAspern zu machen. M a s s e n a’s Tapferkeit entflammte sich fast zur Wuth undim Nu war Bianchi mit den Seinigen aus mehreren Puncten des Dorfes vertrie-ben; aber so leichten Kaufes kamen die Franzosen hier nicht weg. Unausgesetzterneuerte Bianchi von der Donau durch die Auen her seine Angriffe. Viermalim Laufe des Tages (22. Mai) kehrten die Franzosen zurück, eben so oft gingAspern verloren und wurde wieder gewonnen. Die officiellen Berichte sagen:General Bianchi riss seine Truppen durch sein Beispiel mit fort. Er umgingden feindlichen linken Flügel durch die Gärten und Gebüsche.