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Der Vicekönig zog sodann seinen reckten Flügel zwischen Laibach und Villach zusammen.Sein Hauptposten war die Stellung bei Tarvis. Villach wurde am 24. August von der französi-schen Avantgarde angefallen, dieselbe jedoch von den Österreichern zurückgeschlagen. Am 27.besetzten diese Fiume. Am 28. griffen die Franzosen das österreichische Centrum an, erobertenund zerstörten die Brücke von Rossek über die Drau, und nahmen am 29. A r illach wieder. ImSeptember siegten die Österreicher mit ihrem linken Flügel bei Feistritz, Krainburg, SanctMarein, Weichselburg und Zirknitz, und besetzten am 30. Laibach. Die Mitte war am 19. Septem-ber bei Rossek und Ilohlenburg über die Drau gegangen, und Feldzeugmeister Baron Ilillerverlegte sodann sein Hauptquartier nach Villach. — Der rechte Flügel wendete sich nach Tirol,nahm am 11. September die Müldbaeher Klause, und bestand am 8. das Gefecht bei Brunnelcen.Damals waren durch die Thätigkeit des General-Majors Nugent schon ganz Croatien und dergrösste Theil des Küstenlandes vom Feinde gereinigt. Schon Anfangs September war auchIstrien angegriffen, und nach des Feindes -bei Mitterburg, bei I’ola und Pinguente erlittenenNiederlagen Capo d’Istria besetzt worden. Mit der Einnahme des Castells von Triest am29. October war die Befreiung Illyriens vollendet. Am 7. October war vom Centrum die Stellungbei Tarvis bezwungen, vom rechten Flügel die Mühlbacher Klause zum zweiten Male erstürmtworden. Tirol wurde durchzogen, und schon am IG. das Castell von Trient eingeschlossen.Die Avantgarde des österreichischen linken Flügels und Centrums überschritt in den letztenTagen des Octobers den Isonzo, den Tagliamento, die Livenza; am 10. November den Alpon.Nach den Gefechten bei Bassano Ende Octobers, Caldiero am 15., San Michaele am 19. Novem-ber war alles Land rechts bis an den Po und links an der Etsch hinab bis an die See befreit.Venedig wurde auf der Landseite seit G. November blockirt. Nugent war vom Po di Goro umdie Mitte Novembers in den Kirchenstaat vorgerückt, hatte Ravenna am 10. December besetztund Forli am 19. eingenommen. General Tomassich war im October nach Dalmatien einge-drungen, und nahm noch 1813 Knin, Sebenico und Zara, im Jänner 1814 Klissa und Ragusa.
Auf der pyrenäischen Halbinsel hatte in diesem Jahre der Herzog von Wellingtonden König Joseph bei Vittoria am 21. Juni aufs Haupt geschlagen, San Sebastian und Pampe-luna genommen und die Franzosen aus Spanien nach Frankreich gedrängt.
Das Jalir 1814.
Nach der Schlacht bei Leipzig verfolgten die Alliirten ihre Siege. Die Schlacht beiHanau (30. October 1S13) -war der letzte grosse Kampf, den ihre Heere auf deutschem Hodengegen die in einem Zustande von Auflösung gerathene, gegen den Rhein sich zurückziehende undauf dem Fusse verfolgte französische Armee lieferten. Der Rückzug der Überreste dieser Armeeüber den deutschen Strom fand’am 1. und 2. November Statt. Am 5. desselben Monats schlugder Feldmarschall Fürst von Schwarzenberg sein Hauptquartier zu Frankfurt auf, wohin ihmdie Monarchen von Österreich, Russland und Preussen mit den Ministern folgten. Am 9. langtedaselbst der am grossherzoglichen Hofe von Weimar accreditirte französische Gesandte Baronvon St. Aign an an, welcher auf seiner Reise von einer Streifcolonne festgenommen wordenwar. Im Hauptquartiere der Monarchen wurde er alsbald auf freien Fuss gesetzt, und er konntesieh, ehe er seine Reise nach Paris fortsetzte, in seinen Unterredungen mit den Chefs der
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