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Truppen vereinigten sieh zu einem Heere von 50,000 Mann, dessen Oberbefehl dem GeneralGrafen Wrede übertragen -wurde. Dieser eilte über Würzburg an den unteren Main, um derfranzösischen Armee den Rückzug abzuschneiden. Auf der Verfolgung rückte die llauptarmeelinks durch den Thüringerwald gegen Frankfurt, und das schlesische Heer rechts durch dasYogelgebirgo gegen "Wetzlar und Giessen vor. Die erstere erreichte den Feind und schlug sichmit demselben bei ICösen und Buttelstadt, — die zweite bei Baumertsrode, Freiburg an derUnstrutt und am Hörselberge. •— Das österreichisch-bayerische Corps war indess am Main ange-kommen, nahm Würzburg, blockirtc die Feste Marienberg und eilte dann nach Hanau. BeiGelnhausen warf sich die Vorhut am 29. October der Avantgarde der französischen, dem Rlioinezuziehenden Armee entgegen. Nach einem lebhaften Gefechte mussten die Alliirten die Marsch-strasse den Franzosen frei lassen. Am 30. stellte sich Wrede selbst mit 40,000 Österreichernund Bayern gegen die französische Hauptmacht bei Hanau. Es kam zur Schlacht. Napoleonöffnete sich den Weg nach Frankfurt, und nun war der Rest seines Heeres gerettet. Mit demNachzuge wurde noch am 31. October um Hanau lebhaft gekämpft, und auch die Frankfurt mitSachsonhausen verbindende Brücke gegen die Franzosen vertkeidigt und erhalten. Napoleonselbst eilte über Mainz nach Paris. Die Truppen zogen nach dem linken Ufer des Rheins. Nurdie Nachhut blieb auf dem rechten bei Hochheim, wurde aber am 9. November von den Öster-reichern angegriffen, geschlagen und nach Mainz geworfen. Auf dem rechten Ufer des Rheinshielten die Franzosen nur mehr die Brückenköpfe von Kohl und Mainz besetzt.
General Bennigsen blockirte mit der russisch-polnischen Armee Magdeburg, rücktejedoch Anfangs December, nachdem er die Blockade preussischen Truppen übergeben, an dieMündung der Elbe hinab, und schloss am 24. December Hamburg ein. — Die Nord-Armee mar-schirte von Leipzig durch Hannover und Braunschweig gegen Holstein und Schleswig. Siebesetzte Lübeck und Friedrichsort, und belagerte Glückstadt. Die zu ihr gehörenden Corps: daspreussische des General-Lieutenants Bülow und das russische der Generale Wintzingerodeund Tschernitselioff, wendeten sich Anfangs November gegen Holland, nahmen Doesburg,Zütphen und Arnheim, schlugen sich mit den zur Vertheidigung dieses Landes aufgestellten fran-zösischen Truppen bei Neus, Wesel, Bommel u. s. w., und vollendeten allmählich dessen Eroberung.
Klenau hatte mit dem österreichischen 4. Corps der Hauptarmee Dresden am 11. Novembereingenommen. Die Belagerungen von Danzig, Modlin, Zamosc, Stettin, Torgau, Magdeburg undErfurt wurden fortgesetzt. Somit endete der erste Feldzug des Befreiungskrieges in Deutsch-land siegreich am Rheine, nach der Eintheilung, wie die Monarchen sie angenommen hatten,und es wurden die Vorbereitungen zur zweiten Campagne gemacht, die den Krieg nach Frank-reich tragen sollte, als dessen Ziel vorläufig Langres bezeichnet war.
Der Feldzeugmeister Freiherr von Ililler hatte im August 1813, als die Feindseligkeitenbegannen, sein Hauptquartier in Klagenfurt. Der Vicekönig stand ihm mit 58,000 Mann entgegen,welche in Obor-Kärnthen, Krain, dem Küstenlande, im Venetianischen an der Etsch und Brentaund in Wälsch-Tirol aufgestellt waren. Er hatte am 10. August sein Hauptquartier in Udino, am19. zu Görz. Den rechten Flügel seines Heeres hatte er bis an die Save ausgedehnt. Der öster-reichische linke Flügel rückte von Agram in das französische Croatien ein, dessen Bewohnersieh sogleich für Österreich erklärten. Andere Colonnen aus dem Centrum griffen die Linie derfeindlichen Vortruppen auf mehreren Puncten an. Die Franzosen verliessen Karlstadt, den Loibelund Villach.