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2 (1857)
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1064
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bei Lemberg zusammengezogen; erst bei Ausbruch des Krieges hatte dasselbe den NamenAuxiliarcorps angenommen.

In einem Handschreiben befahl Kaiser Franz seinem Feldherrn auf der Operationslinie,welche ihm Napoleon vorzeichnen würde, zu wirken, in allen Gelegenheiten aber, in welchenman ihm Zumuthungen machen sollte, die den in den Verträgen aufgestellten Bedingnissen entge-gen wären, sie von der Hand zu weisen und auf die Erfüllung der dem Auxiliarcorps zum Bestenkommenden Verpflichtungen zu bestehen. Am Schlüsse des Handschreibens sagte der Kaiser:Da die Zahl und Stärke des Auxiliarcorps durch den Tractat bestimmt wird, und es MeinemStaatsinteresse angemessen ist, in einem Kriege, in welchem Ich nur die Pflicht der Allianz erfülle,nicht als Hauptthoil zu erscheinen, so wird es nöthig, stets die bestimmte Grenzlinie zwischenMeinem Auxiliarcorps, welches von dem französischen Kaiser zu jeder activen Operation ver-wendet werden kann, und'den übrigen blos zur Deckung und Vertheidigung meiner Staaten auf-gestellten oder aufzustellenden Corps vor Augen zu haben, um jede damit nicht vereinbarlicheZumuthung abzulehnen.

Denn zu eben dieser Zeit, als das Auxiliarcorps sieh in Lemberg sammelte, wurde unterdem Ober-Commando der Fürsten Reuss und Ilohenzollern ein anderes Corps in Galizienaufgestellt, welches aus 4 Divisionen oder 29 Bataillonen und 42 Schwadronen bestand und einzigdazu bestimmt war, bei der Nähe des Kriegsschauplatzes die österreichischen Länder gegen jedeVerletzung des Gebietes sicher zu stellen.

Das Auxiliarcorps hatte folgende Eintheilung:

1. Division, Feldmarschall-Lieutenant Trauttenberg, rechter Flügel, 6 Bataillone,6 Schwadronen.

2. Division, Feldmarschall-Lieutenant Bianchi, Centrum, 14 Bataillone.

3. Division, Feldmarschall - Lieutenant Siogenthal, linker Flügel, 7 Bataillone,6 Schwadronen.

4. Division, Feldmarschall-Lieutenant Frimont, Reserve, 32 Schwadronen.

Dieser Krieg gegen Russland war in der österreichischen Armee allerdings nicht'populär,allein der österreichische Soldat gehorcht nur der beschworenen Pflicht und erfüllt seineSchuldigkeit.

Von dieser Anschauung ist jener Armeebefehl zu würdigen, den General der CavallorieFürst Schwarzenberg vor Eröffnung der Feindseligkeiten erliess, worin er am Schlüsse sagt:Wir wetteifern mit allen Nationen an Tapferkeit, an Muth und andauernder Geduld, aus jedemKampfe, selbst dort, wo die Treulosigkeit der Verbündeten unseren Völkern tiefe Wundenschlug, traten wir mit Würde und erneuerter Kraft hervor. An jener Anhänglichkeit aber, anSouverän und Vaterland, übertrafen wir alle unsere Zeitgenossen und geboten ihnen, selbst imUnglücke, Achtung. Auch in diesem Kampfe, den der Staat von uns fordert, werden wir jeneNational-Tugend mit neuen Thaten, mit Männersinn und festem Vertrauen auf unsern Monarchenbewähren, der wahros Verdienst nicht unbolohnt lassen wird.

Als Napoleon sein Heer Ende Juni über den Niemen führte, hatte Fürst Schwarzenbergsein Corps von Lemberg über Lublin an den unteren Bug gebracht und überschritt diesen FlussAnfangs Juli. Er bildete den äussersten rechten Flügel der grossen Armee, und rückte überWisoki Litowski nach Pruszany, zu seiner linken das sächsische Armeecorps unter dem Gene-ral Reynier, über Byalistok nach Slonim vor. Schwarzenberg marschirte über Pinsk undNieswiecz, Ende Juli gegen Minsk. Reynier nahm an der Pina und dem Muchawice die Stel-lungen der Österreicher ein, um das Herzogthum Warschau zu decken. Der sächsischen Brigade