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2 (1857)
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1063
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Sicherstellung des anderen genügte es an der Benützung der festen Grundlagen, auf welchendas österreichische Heerwesen ruht; die geographische Lage des Landes rief aus natürlichen Grün-den von Seiten des drohenden Frankreichs und des bedrohten Russlands einen heftigen Andrangauf das Cabinet über die Bezeichnung der Stellung, welche Österreich in dem bevorstehendenKampfe einnehmen werde, hervor. Der Ausspruch des Kaisers gegenüber den beiden Mächtenwar in kurzen Worten der der Neutralität unter Aufrechthaltung der zu ihrem Schutze benö-thigten Mittel. Unter diesem Drange verlief das Jahr 1811.

Mit dem Eintreten des Jahres 1812 vermehrten sich die Forderungen Napoleons an daskaiserliche Cabinet.

Im Gefühle, dass der Kaiser zum Abschlüsse einer eigentlichen Allianz nicht zu bewegensei, erklärte Napoleon seine Zustimmung zur bewaffneten Neutralität unter der Bedingung desAnschlusses eines österreichischen Hülfscorps von 30,000 Mann aller Waffonarten an die unterseinem Befehle sich bildende grosse Armee. Es sollte dies ein Unterpfand sein und eine Gewährfür die Anerkennung der Neutralität der Reichsgebiete.

Dieser Forderung Napoleons, welche unläugbar das Gepräge eines gründlichen Wider-spruches in sich selbst trug, erachtete das kaiserliche Cabinet in Erwägung der Vortheile, welchederen Annahme in Bezug auf die Mobilisirung der Streitkräfte des Reiches bieten konnte, sichnicht entziehen zu sollen.

Zu der Bildung eines zur Sicherung der Neutralität des kaiserlichen Territoriums aufeinor Strecke von mehr als hundert Meilen benöthigten Grenz-Cordons trat die Ausrüstungeines aotiven Corps von 30,000 Mann sammt dessen benöthigter Reserve. Die politische KraftÖsterreichs stärkte sich in einem gleichen Masse mit der Heeresmacht. Preussen, welches inFolge des Tilsiter Friedens sich in einer weit bedrängteren Lage befand als Österreich, Unter-zeichnete am 24. Februar 1812 einen Tractat mit Frankreich, welcher die Verpflichtung derStellung eines Contingentes von 20,000 Mann in die Reihen dos französischen, aus Truppen derverschiedenen europäischen Nationalitäten gebildeten Invasions - Heeres enthielt. Am 12. Märzwurde zu Paris der auf die Abgabe eines Armeecorps von 30,000 Mann bezügliche Vertragzwischen Österreich und Frankreich unterzeichnet.

Zum Oberbefehle über dieses Corps berief der Kaiser den General der Cavallerie undspätem Feldmarschall Fürsten Karl von Schwarzenberg, welcher seit dem Abschlüsse desWiener Friedens die Stelle eines kaiserlichen Botschafters zu Paris bekleidete.

Am 9. Mai reiste Napoleon von Paris ab. Nach einem mehrtägigen Aufenthalte zu Mainz,welchen er der vollständigen Organisirung der zu dem verhängnissvollen Kriege bestimmtenMittel widmete, erreichte er am 17. desselben Monats Dresden in Begleitung der KaiserinnMaria Louise, zu deren Besuch der Kaiser Franz sich ebenfalls dahin begab. Am 29. ver-liess Napoleon gedachte Hauptstadt, um sich an die Spitze der am Niemen aufgestellten grossenArmee zu stellen.

In einem besonderen Artikel des Tractates vom 12. März 1812 ward festgesetzt, dass dasHülfscorps 24,000 Mann Infanterie, 6000 Mann Cavallerie und 60 Geschütze unter keines andernals des Kaisers Napoleon eigenem Befehle stehen, dass es nie getrennt werden, sondern allezeiteinen besonderen Körper bilden und jedes eroberte Kriegszeichen oder jede Beute ihm bleiben sollte.Napoleon versprach für den Unterhalt dieses Corps während des Krieges wie für seine eigenenTruppen zu sorgen, und dass er, im Falle die österreichischen Staaten von russischen Truppenfrüher angegriffen werden sollten, sich dadurch als selbst angegriffen anschen und ohne Aufschubdie Feindseligkeiten eröffnen wolle. Das Hülfscorps wurde vor dem Frühjahr 1812 in der Gegend