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2 (1857)
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871
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WlJIPlVEN, Maximilian Freiherr von, Feldmarscliall, gelicimer Rath undKämmerer, Inhaber des 13. Infanterie-Regiments, Sohn des Feldmarschall-Lieute-nants G eorg Freiherrn von Wimpffen, würde am 19. Februar 1770 zu Münsterin Westphalen geboren. In der Wiener-Neustädter Militär-Akademie unter demFeldmarschall-Lieutenant Fr a nz Grafen Kinsky erzogen, wurdeer zu demlnfan-terie-Regimente Clerfay t 1786 als Fahuen-Cadet eingetlieilt, und nach Jahresfristin jenem des Feldmarschall-Lieutenants Alvintzy zum Fähnrich befördert.

Wi m pffen wohnte mehreren der vielen Gefechte bei, die während der Feld-züge von 1788 und 1789 gegen die Türken Statt hatten und wurde Unterlieutenant.Bei dem Sturme auf Belgrad (am 30. September 1789) bofandersich, nach eigenemAnträge, an der Spitze der Freiwilligen jener Colonne, die links von dem Con-stantinopler Thore eindrang, erhielt durch einen Steinsplitter eine bedeutende Con-tusion am linken Fusse, die ihn aber nicht ausser Gefecht setzte, und wurde zumehreren wichtigen und gefahrvollen Aufträgen durch den ebenfalls verwundetenColonnen-Connnandanten Obersten Karl Grafen Kolowrat, vom RegimentcAlvintzy, verwendet. An diesem ruhmvollen Tage zog der junge Officier durchseinen Muth, unermiidete Thätigkeit und praktische Anwendung der erworbenenmilitärischen Kenntnisse zuerst die Aufmerksamkeit auf sich. In Anerkennungdieser geleisteten ausgezeichneten Dienste erfolgte seine Beförderung zum Ober-lieutenant und die Übersetzung von den Füsiliers zu dem Grenadier-BataillonM o r z i n nach Wien.

Die Revolution in Frankreich und die Unruhen in Belgien riefen die WaffenÖsterreichs 1792 nach den Niederlanden; unter den Truppen befand sieh auchdas Grenadier-Bataillon Morzin. Kaum zu Brüssel angelangt, erfolgte die Beor-derung dieses Bataillons zu dem Corps, mit welchem Feldzeugmeister Clerfaytbestimmt war durch das Luxemburgische nach Frankreich einzudringen. Derhierauf erfolgte Feldzug in der Champagne pouilleuse war einer der beschwer-lichsten, nicht nur wegen des mit Begeisterung sich bewaffnet erhobenen fran-zösischen Volkes, sondern auch des Mangels an allen Bedürfnissen und einessechswochentlichen ununterbrochenen Ilerbst-ßegenwetters. Während der Kriegs-Ereignisse wurde Wim pffen grösstentheils zu Adjutantens-Diensten bei demFeldmarschall-Lieutenant Freiherrn von Alvintzy verwendet, und erntete einereiche Saat von Kriegserfahrungen.

In dem folgenden Feldzuge 1793 eroberte Wimpffen mit einer Grenadier-Compagnie in der Schlacht von Neerwinden das Dorf gleichen Namens, nahm2 Geschütze und rückte bis an das äusserste Ende des Ortes, nahe an dem rechtenFlügel der hinter Neerwinden in Schlachtordnung aufgestellten französischenArmee vor. Sich selbst überlassen, ohne Unterstützung und von einer weit überlege-neren feindlichen Colonne angefallen, musste er wieder weichen, wurde am rechtenFusse durch eine Gewehrkugel verwundet und kriegsgefangen. In dem Haupt-