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2 (1857)
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864
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einmal verloren, nicht wieder zu gewinnen gewesen und den Franzosen den unend-lichen Vortheil gebracht hätte, ohne Gefahr Flanke und Rücken unseres Heeres zubedrohen. Dem General Grafen Colloredo wurde für diese That des 30. Octoberseinstimmig das Ritterkreuz zuerkannt.

In dem denkwürdigen Feldzüge 1809 erhielt Colloredo dioEinthcilung heidem Heere in Italien als Brigadier von 3 Bataillonen Strassoldo- und 3 Batail-Ionen St. Julien-Infanteric, mit welchen Truppen er am 16. April hei FontanaFredda durch fünfstündiges unerschütterliches Ausharren wider die mächtigenfeindlichen Anstrengungen den Bewegungen des eigenen Heeres Zeit und Möglich-keit verschaffte, die Schlacht zur günstigen Entscheidung zu bringen. Im Verfolgeder weiteren Operationen hielt diese Brigade am 29. und 30. April am äusserstenrechten Flügel der Armee bei Sove und Monte Foscarin jenseits des WildstromesAlpon abermals die volle Wuth der Feinde auf, und brach sie durch den kaltblütig-sten Widerstand. Auf demnachherigenRückzuge wardColloredos unwandelbareFassung neuerdings höchst wichtig für das Heil des Gesammtheeres, vorzüglicham 8. Mai bei dem Übergänge über die Piave, wo die überlegene französischeReiterei unsere Infanterie rings zu umschwärmen begann, aber durch die Brigadedieses tapferen Generals in Massen und durch die sich anschliessenden Grenadier-Bataillone blutig zurückgewiesen wurde; eben so am 12. Mai, wo er, obschon inmittender Alfaire verwundet, als Commandant der verhältnissmässig schwachen NachhutVcnzone gegen den Andrang der feindlichen Gesammtmacht durch volle 24 Stun-den standhaft behauptete und unserem Heere den unbelästigten Marsch über dieharnischen Alpen sicherte. So viele Beweise kluger Ausdauer und TajDforkeit wur-den mit Colloredos Beförderung zum Feldmarschall - Lieutenant und mit derVerleihung dös Commandeur kreuz es letzteres durch Armeebefehl vom6. Juni gewürdiget, und der ausgezeichnete General, der auch hei Raabtliätigcn Antheil genommen hatte, am Schlüsse des Feldzuges zum Inhaber des33. Infanterie-Regiments ernannt.

Im Jahre 1813 brach Coli ore do, als Commandant von Gyulays rechtemFlügel, in Sachsen ein, nahm bei Dresden die stark befestigte, durch zahlreicheMannschaft und ein heftiges Geschützfeuer vertheidigte Schanze an der Dippoldis-walder Strasse, wobei ihm 3 Pferde unter dem Leibe getödtet wurden, und führte am28. August seine Division in musterhafter Ordnung auf einem von Regengüssen zer-störten Wege nach Böhmen auf den Kampfplatz von Kulm (30. August), wo er imentscheidenden Augenblicke den Befehl des rechten Flügels der verbündeten Truppenübernahm. Nachdem er von der Strisowitzer Höhe aus das feindliche Fussvolk mitdem Bajonet zurückgetrioben hatte, warf er sich auf den Geschützpark bei Kulm,eroberte diesen, und fiel dann mitBlitzesschnelle in die linke Flanke der französischenHauptmacht, bemächtigte sich des hartnäckig vertheidigton Arb es au, und voll-endete dadurch die Umzingelung und Entwaffnung des Feindes. Zum Lohne dieses