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entscheidenden Eingreifens wurde er zumFcldzcugmeistcr ausser der Tour ernannt,und ihm das Comniando dos 1. Armeecorps hei der Hauptarmee anvertraut. Am17. September hielt der Graf mit diesem Corps die früher erstürmte StrisowitzerHöhe besetzt. Als Napoleon in Person durch die Nollendorfer Engung vor-rückte, warf Colloredo sich in dessen linke Flanke, eroberte nach langemKampfe Arbesau, schritt rasch auf die Strasse von Nollendorf vor, und gab denHauptausschlag zur Niederlage und Flucht der Feinde. Das russische Georgs-kreuz dritter Classe belohnte diese Ileldenthat. Vor Leipzig bildete Collo-redo mit dem ersten Armeecorps, der Division des Feldmarschall-LieutenantsAloys Liechtenstein und dem ganzen österreichischen Reservecorps unterMerveldt den linken Flügel der Hauptarmee; diese Truppen bestanden rühm-lich den heissen Kampf bei den Dörfern Dölitz, Dösen, Lossing und Propstheida.Nach Verwundung des Erbprinzen von Hessen-Homburg und Merveldt’sGefangennahme fiel hier der Oberbefehl auf Colloredo. Von einer Kugel aufdie Brust getroffen, verbarg er, um die Seinigen nicht zu entmuthigen, die Ver-wundung und setzte seine Thätigkeit fort. Ernsthafter wurde er nach dem Rhein-Übergänge vor Troyes (5. Februar 1814) am Schenkel blessirt, so dass er an denweiteren Kriegsereignissen zu seinem innigen Bedauern nicht mehr unmittelbarTheil nehmen konnte.
Nach dem Pariser Frieden wurde dem Grafen der Befehl über alle nach Böh-men in 4 Colonnen zurückkehrenden Truppen, und dann in dieser Provinz die An-stellung eines Inspectors vom gesammtenFussvolke übertragen. Nach Napoleon’sAViedererscheinen bestand Colloredo, als Oberbefehlshaber eines selbstständigenArmeecorps am Oberrhein und in Burgund, mehrere hitzige Gefechte ruhmvoll,fungirte nach dem zweiten Friedensschlüsse als ad latus des commandirenden Gene-rals in Böhmen, und dann in derselben Eigenschaft in Steiermark.
Colloredo war ein Mann von echtem Heldenstahle, der weder Rast nochRuhe kannte. Dies beweisen seine Thaten und seine AVunden. Eben diese Anstren-gungen hatten ihn ausgesaugt und vor der Zeit getödtet. Aufgerieben durchlange und qualvolle Leiden, starb der Tapfere zu AA r ien am 23. Juli 1822. Umsein Andenken bleibend zu erhalten, vereinigte sich das gesammte Officier-Corpsder Truppen in Böhmen, ihm auf dem Schlachtfelde bei Kulm ein Monumentzu errichten. Die Enthüllung desselben fand am 17. September 1827 Statt, unddie Inschrift der gusseisernen Pyramide sagt, was im Leben des Helden volleungetrübte AVahrheit ist gewesen:
„Dem Feinde furchtbar, den Seinen theuer.“
SMOLA, Joseph Freiherr von, General-Major in der Artillerie, war einerDerjenigen, welche in den Feldzügen seit 1788 vielfältig Gelegenheit fanden, dieThaten des österreichischen Heeres an dessen ruhmvollsten Tagen durch kräftigen
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