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ihn schon zu Mailand gefährdet hatte. Frimont starb am 26. December 1831.Seine Asche ruht in der von ihm auf seinem Gute zu Palota bei Grosswardein inder Form eines Armeekreuzes erbauten Kirche, denn Alles, was ihn umgab, solltesich auf die Erinnerung an ein Heer beziehen, in dem er 56 Jahre lang so rühm-lich gedient.
Fast alle Monarchen Europa’s erkannten und ehrten Frimont’s Verdienste,und gaben ihm Beweise ihrer Achtung durch die Verleihung ihrer Orden. DerGraf hatte eine besondere Vorliebe für Ungarn; dieses Land war das Vaterlandseiner Wahl geworden, er sprach dessen Sprache mit solcher Reinheit, die denFremden in ihm nicht erkennen liess. Die Natur hatte ihn mit seltenen Gaben aus-gerüstet, er sprach und schrieb mehrere Sprachen mit Vollkommenheit, sein Stylwar einfach, aber energisch. Er besass grosse Verschwiegenheit und viele Feinheit.Es war nicht leicht, seine Ideen zu durchblicken, und seine Gewandtheit in manchenschwierigen Staatsgeschäften, die er mit Umsicht leitete, zeugte von seinen gedie-genen Kenntnissen.
COLLOKEDO'MANSFELD, Hieronymus Graf, Feldzeugmeister, geheimer Rathund Kämmerer, Inhaber des 33. Infanterie-Regiments, der zweite Sohn des Ileichs-Vicekanzlers Fürsten Gundaker, wurde am 30.März 1775 zu Wetzlar geboren.Sein überaus lebhafter Geist und kraftvoller Körper drängten ihn frühzeitig zumKriegerstande hin, und so trat er 1792 als Oberlieutenant in das Gefolge des Feld-zeugmeisters Clerfayt, welcher dem in die Champagne cindringenden Herzogevon Braunschweig ein Ilülfscoi’ps aus den Niederlanden zuführte, ward 1793 Capi-tän - Lieutenant, erhielt das Commando einer Grenadier-Compagnie des RegimentsJoseph Colloredo, wohnte der Belagerung und Einnahme von Conde, demAngriffe auf Cäsars Lager zwischen Bouchain und Cambray, der Berennung vonDünkirchen bei, und gab schon hier Beweise grosser Tapferkeit. Bald darauf zumwirklichen Hauptmann mit Beibehaltung der Grenadier-Compagnie befördert, wurdeder Graf in den Gefechten auf den Höhen von Tourcoing unter den Ausgezeich-neten genannt, und war unter der Besatzung von C o n d e, als diese sich kriegsgefangenbis zur Auswechslung ergeben musste, aber nach dem Innern der kaiserlichen Staa-ten abziehen durfte. Gegen Kriegsgebrauch wurde Colloredo damals festgenom-men, als Geisel für die von Dumouricz verhafteten Volks-Commissäre erklärt,in Paris in harter Haft gehalten und sogar mit dem Tode bedroht, bis er durch Listund Entschlossenheit entrann und glücklich in das Hauptquartier Clerfayt’s amRheine gelangte. Er kam hierauf als Commandant einer Compagnie zu dem Leib-Bataillon, und mit derselben für den Feldzug 1796 zu der Avantgarde des Feld-marschalls Wurm s er. Bei einem Angriffe desFeindes auf die Bregenzer Klause(8. August) schwer verwundet, konnte er doch schon nach vier Monaten den Dienstin seinem Regimente mit der Beförderung zum dritten Major wieder versehen.