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2 (1857)
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den Krieg so schnell und glücklich zu beenden, dass er schon am 24. Mai d. J. ander Spitze seine] Truppe in Neapel cinrücktc. Hube und Friede waren im ganzenKönigreiche hcrgestellt. Der Kaiser übersandte Frimont, seine Verdienste wür-digend, den Orden der eisernen Krone erster C las sc. Der König beiderSicilicn crthciltc ihm den 1. Dcccmbcr 1821 den Titel eines Fürsten von An-trodocco, und verband damit eine Dotation von 220,000 Ducati. Nach den Wün-schen des Königs selbst blieb ein ansehnliches Besatzungs-Corps österreichischerTruppen in Neapel und Sicilicn zurück, über welches Frimont den Oberbefehlführte. Die festere Gründung der Iluhe dieses Königreiches liess 1825 bereits eineVerminderung des Occupationsheeres zu, und es blieb nur eine Abtheilung von12,000 Mann zurück. Mit dem Reste dieser Truppen verliess Frimont das König-reich, und übernahm wieder die Leitung seines General-Commandos in Padua,während jedoch das Corps von Neapel an seine Befehle angewiesen blieb.

Der Kaiser hatte indessen die Vereinigung der beiden General-Commandosder Lombardie und Venedigs beschlossen und Frimont am 14. Juni 1825 zumCommandirenden dieses vereinigten General-Commandos ernannt. 1829 berief ihnder Kaiser nach Wien, um ihn an die Spitze einer Ilof-Commission zu stellen, diesich mit organischen Verbesserungen der Kriegs-Verwaltung zu beschäftigen hatte.Hier befand sich Frimont, als im Juli 1830 die Revolution zu Paris ausbrach; dieRuhe Italiens schien besonders gefährdet, daher ward er wieder an die Spitzeseines General-Commandos nach Italien zurückgesendet. Am 3. Februar 1831erhielt Erzherzog Franz IV., Herzog von Modena, die Kunde, dass die Häupterder Verschworenen in der Nacht seinen Palast anzugreifen gedächten. Währenddies in Modena vorging, brach auch der Sturm zu Bologna, Ferrara und Parmaaus. Davon benachrichtigt, liess Frimont sogleich die Linie des Po stärker mitTruppen besetzen. Inzwischen schlossen die aufrührerischen Städte und Provinzeneine Art Biindniss unter einander, an dessen Spitze sich Bologna stellte. Der Kaisercrtheilte Frimont Befehl, seine Operationen gegen die Rebellen zu beeilen. Fri-mont hatte sich am 20. März nach Modena begeben, um die Besetzung Bolognasin eigener Person zu leiten. Am 21. zog er an der Spitze seiner Truppen daselbstein. Nachdem diese Empörung abermals bekämpft war, erhob ihn der Kaiser inden G r af c n s t a n d.

Die grossen Anstrengungen des Winters von 1830 bis 1831 hatten FrimontsGesundheit mächtig- angegriffen. Er erhielt einen dreimonatlichen Urlaub zur Her-stellung derselben. Als er sich aber wieder an dcrSpitzeseincs Gencral-Commandoszu Verona befand, raffte der Tod den Ilofkriegsraths-Präsidenten Grafen Gyulaydahin. Des Kaisers Wahl fiel sogleich auf Frimont mittelst Handschreiben vom19. November 1831. Wenige Tage nach Erhalt dieses neuen Beweises des Ver-trauens und der Gnade seines Monarchen reiste er nach Wien ab. Kaum inseinen Wirkungskreis eingeführt, erneuerte sich der Anfall gichtischer Leiden, der