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darauf zu denken, einen unternehmenden energischen Mann nach Italien zu senden,der den innern und äussern Feinden des Landes unerschrocken die Stirn bieten könne.Der Kaiser, diese Eigenschaft an Frimont ehrend, berief ihn am 12. März 1815von Mainz nach Wien. Am 2. April ward er zum Oberbefehlshaber aller in Dal-matien und Oberitalienbefindlichcn österreichischen Streitkräfte ernannt. Bald daraufward Murat von Feldmarschall-Lieutenant Bianchi gänzlich geschlagen. Fri-m o n t war nun rastlos bemüht, das gegen Süd-Frankreich bestimmte Heer zu organi-siren; das Hauptheer unter seiner persönlichen Leitung sollte so rasch als möglichüber den Simplon gehen, dann gegen Lyon operiren; allein um die Feinde glaubenzu machen,das Heer bewege sich über den Mont Cenis, begab sichFrimont nachTurin. Wirklich täuschte er dadurch seinen Gegner, den Marschall Suchet, undgewann Zeit den Marsch seiner Colonnen über den Simplon zu beschleunigen.Bei der Nachricht von der Schlacht bei Waterloo und dem Untergange von N ap o-leon’s Heer, schlug Suchet einen Waffenstillstand vor; da aber der Marsehall indie von Frimont gemachten Vorschläge nicht willigte, begannen die Feindselig-keiten von Neuem, und schon am Morgen des 2. Juli gab Frimont Befehl, dieVcrschanzungcn des Jura bei les Rousses anzugreifen; am 4. Juli ward die Berg-feste l’Eclusc cingcschlossen. Einerseits von Frimont, andererseits von Bubn ain einer Reihe einzelner Gefechte gedrängt, in welchen von beiden Seiten tapfergekämpft wurde, blieb Suchet nichts übrig, als schneller Rückzug. Am 8. Juliward Grenoble mit Capitulation genommen, und am 16. d. M. öffnete Lyon demSieger die Thorc. In einem Zeiträume von vierthalb Monaten hatte die italienischeArmee unter F rimont’s LeitungMur at besiegt, war über einen der höchsten BergeEuropa’s gedrungen und ihre Operationen erstreckten sich von der anstossendenSpitze Italiens bis Lyon. Der Kaiser belohnte diese Dienstleistungen mit demGrosskreuze des Leopold-Ordens, nachdem Frimont schon früher diegeheime Rathswürde erhalten hatte.
Hierauf wurde er zum Commandanten des österreichischen Occupations-Corps ernannt und nahm sein Hauptquartier in Colmar, wo er bis 1818 blieb.Frankreichs Ruhe erlaubte nun die Auflösung dieses Corps; dankbare Erinnerun-gen der Einwohner begleiteten ihn, als er den Elsas verliess, für die strenge Disci-plin, die er bei seinen Truppen handhabte, für die Sorgfalt, mit der er die Lastendes Landes zu mildern suchte, die oft von einer militärischen Occupation unzer-trennlich sind.
Der Kaiser hatte Frimont inzwischen zum commandirenden General dervcnetianischen Provinzen berufen. Am 3. Februar 1819 trat er mit gewohnterTlnitigkeit die Oberleitung dieser Stelle an. Beim Ausbruche der neapolitanischenEmpörung wurde der kräftigen und erfahrenen Hand Frimont’s die Organisirungeines mobilen Heeres am Po anvertraut, und am 13. Jänner 1821 erhielt er denOberbefehl des österreichischen Heeres. Seiner Umsicht und Erfahrung gelang es,