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2 (1857)
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Im Treffen bei Ilocliheim (9. November) griff der Fürst die Division Morrandauf dem linken Flügel an, und zwang sie mehrere noch nicht vollendete Verschan-zungen zu verlassen und den Rückzug anzutreten; dann ging er im December beiBasel über den Rhein, nahm an dem Ufer der Doub Stellung, traf am 1. Jänner1814 vor dem Fort Joux ein, übergab dessen Einschliessung dem Obersten Lci-n i n g e n und eilte zur Belagerung von B e s a n 5 o n, wozu ihm die Brigaden Coburgund Beck, die Grenadier-Brigade Weigl und das Kürassier-Regiment ErzherzogFranz überwiesen wurden. Am 23. Jänner vom General Michaud auf derStrasse von Marrc angegriffen, schlug er ihn wiederholt zurück und nahm, ihmviele Gefangene ab. Der König von Prcusscn zeichnete den Fürsten mit dem rothenAdler-Orden 1. Classe aus.

Die Blockade von B es an 50 n war, dem thätigen Commandanten des PlatzesGeneral Marulaz gegenüber, eine schwierige und endete erst durch denUmschwimgder Dinge in Folge der Schlacht von Paris. Der Fürst hatte mehrere Ausfälle abzu-scldagcn. Einer der blutigsten erfolgte am 3. März mit 1800 Mann in jener Zeit,wo des Fürsten Truppe durch Absendungen zur Süd-Armee bedeutend verringertwurde; unterstützt von dem schweren Geschütze der Festung, wurden unsere vielschwächeren Vortruppen zurückgedrängt, und der Feind richtete hienächst seinenAngriff gegen den Posten von Trois-Chapelles und von Chapelle des Puits. Tapferwiderstanden die Unsrigcn, und als endlich Verstärkungen anlangten, wurde derFeind mit Nachdruck angegriffen und in den Platz geworfen. Eine kritische Periodefür den Fürsten trat ein, als Napoleon über St. Dizier vordrang und man all-gemein annahm er werde Besangon entsetzen und sich mit Augcreau vereinigen.Schnell war dies in der Gegend bekannt, das Landvolk bewaffnete sich, aber derFürst traf so zweckmässige Gegenanstalten, dass die am 31. März und 1. Aprilerfolgten kräftigen Ausfälle mit Verlust abgeschlagen wurden.

Fürst A loys war mit ganzer Seele Soldat und seinen Untergebenen derwohlwollendste Vorgesetzte. In der langen Friedensepoche erlangte er eine Ehren-stufe um die andere; er ward ausserordentlicher Gesandter und bevollmächtigterMinister des Johanniter-Ordens am k. k. Hofe, commandirender General vorerst inMähren, dann in Böhmen, Feldzeugmeister und Ritter des goldenen Vliesses.

Rührend bleibt der Vorgang bei seiner Aufnahme in diesen hohen Orden, wodie Ritter aus den Händen des Grossmeisters denselben kniend zu empfangenhaben. Auch Fürst Aloys versuchte sein Knie zu beugen, doch die vielenschweren Wunden vermochten nicht diese demuthsvolle Huldigung zu gestatten:Wer so wie Du im Kampfe den Tod ins Aug gesehn, der kann vor seinemKaiser und Herren aufrecht stchn, konnte ein vaterländischer Dichter mit vollemRechte sagen.

Fürst Aloys verschied zu Prag am 4. November 1833, innig betrauert vo:iseinem Kaiser und von dem Heere. Bis zum letzten Athcmzuge hatte er die umfang-

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