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TJieil wurden. Mit 18 Jahren erhielt er eine Unterlieutenantsstelle bei Lacy-Infanterie und kam mit dem Regimente zur Armee nach Deutschland. Die Schlachtbei Osterach war seine Feuertaufe, das Gefecht bei Pfungen (28. Mai 1799)aber die erste Gelegenheit, den diesem erlauchten Geschlechte angebornen Muthauf ausgezeichnete Weise zu erproben. Mit einer Division des Regiments verthei -digte der Fürst, damals Hauptmann, den anvertrauten Posten nicht nur mit allerStandhaftigkeit, sondern trieb auch die Feinde über den Berg hinab. Das Gefechtwar so mörderisch, dass des Fürsten Division 2 Officiere todt und 3 verwundetzählte.
Die Ernennung zum Major und bald darnach zum Oberst-Lieutenant bei Man-fredini-Infanterie (Jänner 1801) war eine wohlverdiente. Im letzteren Jahre standder Fürst im Corps des Feldmarschall-Lieutenants Fürsten zu Reuss, der seinenEifer und seine Tapferkeit nicht genug zu rühmen vermochte. Im Gefechte beiSchongau erhielt Fürst Liechtenstein gleich anfangs zwei Blessuren, bliebaber, nachdem er sich hatte verbinden lassen, bei der Truppe, wodurch auch derPosten mit einigem Vortheil behauptet wurde. Am zweiten Tage griff der Feindabermals mit Übermacht an, der Fürst war ungeachtet seiner Blessur einer derErsten zu Pferde und im Angriffe, wurde aber zum dritten Male so schwer verwun-det, dass er lange Zeit zur gänzlichen Herstellung nöthig hatte. Dieses rühmlicheBeispiel, die Truppe nicht zu verlassen und immer an ihrer Seite zu bleiben, daer doch als schwer verwundet sich jedes Antheils entschlagen konnte, bestimmteden Erzherzog Karl sich für den tapfern Fürsten um das Ritterkreuz zu ver-wenden, welches ihm auch im Capitel (August 1801) zuerkannt wurde.
Im Jahre 1805 zum Obersten befördert, theilte der Fürst, mit dem Regimenteder Brigade We id enfeld bei der Armee in Deutschland zugewiesen, die Mühselig-keiten und Unglücksfälle dieses Feldzuges und betrat im Jahre 1809 als General-Major und Commandant einer Brigade im 3. Armeecorps den Kriegsschauplatz inderselben Gegend. Dieses vom Feldmarschall-Lieutenant Prinzen zu PI o h e n z o 11 e r ngeführte Corps wurde bei Hausen am 19. April mit dem überlegenen Feindeunter D avoust engagirt. Der Commandironde und seine Generale Lusignan(s. d.), St. Julien und Aloys Liechtenstein befanden sich immer an derSpitze der verschiedenen Angriffe, die, obgleich mit der grössten Tapferkeitunternommen, fruchtlos blieben. Da gewahrte der Fürst, dass die Franzosen seit-wärts der Waldspitze oberhalb Hausen, welche man immer ohne Erfolg angriff,eine Linie Infanterie aufgestellt hatten, die sich an dem Walde befand und denBataillonen, welche den Eingang in denselben vertheidigten, die Flanke deckte.Der Fürst glaubte, dass die Vertreibung dieser Infanterie vielleicht eher zumZwecke führen würde, eilt zum Regimente Würzburg, nimmt eine Fahne indie Hand, und setzt sich an dessen Spitze, feuert durch sein heldenmütliiges Beispieldie Tapferkeit der Soldaten an, und rückt im Sturm, ohne einen Schuss zu thun,
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