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Rückzug zu decken, und er vollführte sie so gut, dass selbst bei dem Übergangeüber den Russbach keine Unordnung entstand.
Nach dem Frieden ernannte Kaiser Franz den ausgezeichneten Kriegerzum General der Cavallerie, dann zum eommandirenden General in Inner-österreich. Im Jahre 1812 befehligte er das in Galizien zusammengezogene Reserve-corps bis zum Frühjahre 1813. Während der Befreiungskriege 1813—1814beruhte der Antheil des Prinzen in der thätigsten Leitung der administrativenGeschäfte, um die Hülfsquellen Innerösterreichs für Ergänzung des Heeres in Italienauf das Höchste nutzbringend zu machen. 1815 wurde er zum Commandirendendes zweiten deutschen Armeecorps ernannt, das aus zwei österreichischen und einerbaden’schen Division bestand und die Bestimmung hatte, Baden, Württemberg unddie Schweiz zu beschützen. Später verwendeten die Verbündeten diese Ileeres-abtheilung zur Einschliessung von Strassburg, das General Rapp mit etwa24,000 Mann besetzt hielt. Hier bestand der Prinz sein letztes Gefecht bei einemAusfälle, den Rapp machte, als der Ausgang der Schlacht von Waterloo in Strass-burg bereits bekannt war.
Die nächsten 10 Jahre verlebte der Prinz auf seinem alten Posten in Grätz, den er1825 verliess, um die ihm verliehene Stelle eines Präsidenten des ILofkriegsrathesanzutreten. 1826, in welchem Jahre er den fünfzigsten Jahrestag seines Eintrittesin das Heer feierte, wurde er zum ersten Capitän der Arcieren-Leibgarde, 1830zum Feldmarsehall ernannt, und gleichzeitig der Leitung des Hofkriegsrath.es ent-hoben. Bis in das späteste Alter überaus rüstig, starb er am 6. April 1844 zu Wien.
Der Prinz hatte seine Schule im Vorpostendienste gemacht, und sich hier einenseltenen Scharfblick in Benutzung des Bodens, Beurtheilung des Gegners undWahl des sicherstenWeges zum Erfolge erworben. Immer bedacht das Blut seinerSoldaten zu schonen und jeden Schlachtplan sorglich erwägend, handelte er beider Ausführung rasch, oft mit Ungestüm. Das für ihn so rühmliche Gefecht vonModena ausgenommen, hat er kein Treffen verloren, in welchem er selbstständigbefehligte.
LIECHTENSTEIN, Aloys Gonzaga Fürst von, Feldzeugmeister, Ritter desgoldenen Vliesses, Inhaber des 12. Infanterie - Regiments, Bruder des FürstenMoritz (s. d.) und jüngster Sohn des Feldmarschalls Fürsten Karl Jos eph, warzu Wien am 1. April 1780 geboren. Fürst Aloys zählte zu den ausgezeichnetstenG eneralen seiner Zeit. — „Er hat aus jeder Schlacht — sich eine neue Wunde undneuen Ruhm gebracht“, sagt ein vaterländischer Dichter mit vollem Rechte.
Schon in den ersten französischen Kriegen entwickelte der Fürst die glän-zendste persönliche Tapferkeit und Umsicht, die sich in den folgenden Feldzügenin so hohen Grade steigerten, dass ihm sowohl von seinem eigenen Monarchenals auch von vielen auswärtigen Souveränen die ehrenvollsten Anerkennungen zu