Im Anfänge des Jahres 1796 zum General-Major befördert, wurde er zu demHeere Beaulieu’s nach Italien beordert. In dem Riesenkampfe um Mantua hatteder Prinz sich so sehr ausgezeichnet, dass ihm bei dem zweiten Vorbrechen W urm-ser’s aus Tirol eine Hauptrolle zugedacht war, als ihn ein Fieber auf das Kranken-lager warf und zu seinem Verdrusse bis zum September fesselte. Kaum hergestellt,eilte er zu Alvintzy’s Heer. Bei Caldiero hielt er die die Ebene beherrschen-den Hügel San Mattia und la Rocca besetzt, und behauptete sie gegen eine doppelteStreitmacht, die unter Bonapart e’s Anführung wiederholt anstürmte. Es war diesam 12. November 1796 und der erste Sieg, welcher über Bonaparte, den vomGlücke begünstigten republicanischen Feldherrn erkämpft ward, dessen Heer2 Generale, 52 Officiere, 775 Mann zu Gefangene, dann 2 Kanonen und 1 Fahnean Trophäen verloren hatte. Andere G efechte wendeten indess diesen Feldzug zumNachtheile der Österreicher, doch nicht so entscheidend, dass nicht Alvintzy hin-reichende Macht geblieben wäre, nachdem er seine Truppen gesammelt, abermalsaus den Engpässen der Alpen zum Entsätze von Mantua hervorzubrechen. Proveradessen Vorhut der Prinz befehligte, sollte nun das befestigte Legnago nehmen odereinen anderen Etsch-Übergang suchen, über den Fluss gehen und der Besatzungvon Mantua die Hand bieten. General Hohenzollem machte im Kriegsratheauf das Hoffnungslose dieses Unternehmens aufmerksam, erhielt aber zur Antwort,dass die Colonne, selbst auf die Gefahr hin ganz aufgerieben zu werden, das Unter-nehmen versuchen müsse, um die Aufmerksamkeit des Feindes zu theilen. Sogleichnahm der Prinz seine Einwürfe zurück; „wir sind Soldaten,“ sagte er, „und werdensiegen oder vernichtet werden.“ Dass es, auch nach dem Misslingen des erstenVersuches, dennoch gelang, über die Etsch su setzen, verdankte man den treff-lichen Anstalten, welche der umsichtige Prinz für den Flussübergang getroffenhatte. Vor Mantua sahen sich die Österreicher, bei dem Versuche, die in eineFestung verwandelte Vorstadt San Giorgio zu nehmen, plötzlich von der feind-lichen Übermacht umringt. Zwei Stunden lang drangen 4 feindliche Divisionenvergebens auf das Häuflein des Prinzen an, der erst dann vom Kampfe abliess undeine Capitulation einging, als er die Erfolglosigkeit weiteren Widerstandes einsah,worauf ihn Bonaparte mit grösster Auszeichnung empfing. Der Kaiser belohnteHo h enzo 11 ern’s Heldenmuth mit dem Ritterkreuze am 29. April 1797 ausserCapitel.
Nach dem Friedensschlüsse führte der Prinz im Jahre 1798 den Befehlüber die in Treviso und Belluno stehende Brigade, und übernahm im Februar 1799den Befehl über die Division des Feldmarschall-Lieutenants Kr a y im Venetianisch en.In dem Feldzuge desselben Jahres wäre Verona verloren gewesen, wenn nichtunser General Hohenzollcrn besonnen seine Truppen gesammelt und durch seineAnordnungen, seine muthvolle Führung zum Widerstande geschickt gemacht hätte.Mehrmals in dem mörderischen Gefechte stellte er sich persönlich an die Spitze von