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2 (1857)
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Nach dem Kriege von 1805 setzte der Erzlierzog in einer Denkschrift an denKaiser seine Ansicht aus einander;, wie Österreich seine Niederlagen rächen könne;diese wurde im Jänner 1806 überreicht. Nach seiner Idee war dieses Ziel durchOrganisirung des Volkskrieges zu erreichen; in diesem Sinne traf ErzherzogJohann Vorkehrungen, welche die genaueste Vertrautheit mit demselben bewie-sen. Insbesondere leitete er die in Tirol bestehenden Voranstalten, dessen Bewohner,mit der bayerischen Herrschaft unzufrieden, im innigen Verkehre mit Österreichverblieben, und unternahm, um dieses Werk zu fördern, mehrere Reisen nach Salz-burg und Innerösterreich.

Der Militär-Verwaltung stand um jene Zeit bekanntlich Erzb erzogK a r 1 als Ge-neralissimus vor, welchem Erzherzog Johann als ad latus beigegeben war; in derenRathe wurde damals der erste Gedanke einer allgemeinen Volksbew affnungreif. In Folge dessen bereiste Erzherzog Johann 1807 Innerösterreich, das Küsten-land und Salzburg, und organisirte 1808indiesenProvinzen die Landwehr. Auch liesser die Befestigung vonKomorn beginnen, und unterlegte mehrere Befestigungsplänefür diePässe der Gebirgsländer, deren Bau jedoch erst im Herbste angeordnet wurde.

Unter diesen Vorbereitungen brach der Krieg von 1809 aus, in welchemdem Erzherzoge der Oberbefehl des nach Italien bestimmten Heeres übertragenwurde. Es war ihm das 8. und 9. Armeecorps (42,500Mann) zugewiesen, welche zumAngriff auf Italien verwendet werden sollten. Der Vicekönig hatte 69,000 Mannentgegenstellen können. Am 9. April wurde der Beginn der Feindseligkeiten ange-kündigt, am 10. vereinigte der Erzherzog die beiden Armeecorps bei Caporettound Ternova und zog am 13. in Udine ein. Am 15. vernichtete er bei Porde-none die feindliche Nachhut. 500 Franzosen deckten das Schlachtfeld, 1900 Mannwurden gefangen, 2 Adler, 4 Kanonen, mehrere Munitionskarren erobert; Tagesdarauf besiegte der Erzherzog den Vicekönig bei Sacile, indem er ihm einenVerlust von 3000 Todten und Verwundeten, dann 6000 Gefangenen beibrachte,1 Adler, 19 Kanonen und 14,000 Gewehre abnahm, zum Rückzuge über dieLivenza zwang und unter siegreichen Gefechten die wichtige Etschlinie erreichte.Allein in dem Augenblicke als seine Avantgarde das vom Feinde verlassene Veronabesetzen wollte, zwangen ihn die aus Deutschland eingelangten Nachrichten dieweitere Offensive aufzugeben und zur Deckung der Erblande den Rückzug in derNacht vom 30. April auf den 1. Mai anzutreten. Schon am 2. kam es bei Olmo,am 5. bei Castelfranco, Postuma und Treviso, am 8. an der Piave, am11. bei San Daniele und am 12. bei Venzone zu hitzigen Gefechten, die, wennauch nicht siegreich, neuerdings die Tapferkeit der österreichischen Armee bewähr-ten, da sie jedesmal gegen überlegene Feinde zu kämpfen hatte. Der Erzherzogbeabsichtigte die Verbindung mit Tirol herzustellen und sich in Innerösterreichso lange zu halten, bis er die Offensive wieder ergreifen, oder durch einen Marschgerade auf Wien zu Nap o le ons Macht theilen könne. Leider wurde dieser Plan