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Bemühungen in Tirol das Möglichste, lim den Feind vom Herzen der Monarchie fernzu halten. Als der Feldzug - 1805 beginnen sollte, eilte Johann nach San Bonifaziozum Erzherzog Karl, da er bestimmt "war, das Commando des Centrums bei derArmee in Italien zu übernehmen; doch schon nach wenigen Tagen erschien eineDeputation der Tiroler Landstände, um seine Rückkehr nach Tirol zu erbitten.Erzherzog Karl willigte darein, Johann kehrte nach Innsbruck zurück und über-nahm das Obercommando. Kaum daselbst angelangt, erfuhr er die Katastrophevon Ulm; er liess sogleich Alles zur Vertlieidigung der nach Bayern und Salzburgführenden Pässe aufbieten. Bei dem Passe Lofers wurde der bayerische GeneralDeroi mit Verlust zurückgeschlagen, und der Erzherzog beabsichtigte nicht alleinden F ein den das Eindringen in Tirol zu verwehren, sondern selbst auf Salzburg vor-zurücken; allein nach wiederholten Befehlen des Erzherzogs Karl musste er sichgleich anfangs auf die blosse Defensive beschränken, und später auch diese auf-geben. Als die Pässe Lueg und Leutascli verloren gingen, und jener von Scharnitzgeräumt werden musste, concentrirte Johann seine Trupjien am Brenner, umden auf allenBergen zerstreuten Schützen als Stützpunct zu dienen; auch die Armeein Italien war mittlerweile zum Rückzuge gezwungen, daher an offensive Operatio-nen nicht mehr zu denken. Innsbruck und Kufstein fielen am 6. November in dieHände des Feindes; der Erzherzog suchte nun seine Stellung am Brenner um sofester zu behaupten, damit die im Lande zerstreuten Truppen-Abtheilungon Zeitgewännen sich ihm anzuschliessen. Seine Absicht war, dann mit ganzer Machtden General Ney anzugreifen; doch er erhielt wiederholte bestimmte Befehle, denRückzug nach Steiermark anzutreten, und seine zweimalige Bitte, mit 6000 Mannin Tirol verbleiben und das Land selbstständig vertli ei digen zu dürfen, wurde nichtbewilligt. Der Erzherzog zog also noch das Corps des Generals Ililler aus Süd-Tirol an sich, und trat den Rückmarsch durch das Puster-Thal undKärnthen nachSteiermark an. Unter vielen Mühen und Gefahren gelangte er am 20. Novemberüber Villach nach Klagenfurt, woselbst er, so wie früher bei Lienz, mit demihn verfolgenden General Ney Kämpfe bestand. Indess seine Truppen weiterdurch das Drau-Thal marschirten, übertrug der Prinz dem General Chastelerdas Commando mit dem Aufträge, Grätz zu besetzen, und eilte nach Laibachzu dem Erzherzoge Karl. Auf seinen Vorschlag zog sich die bei Marburg ver-einigte italienisch-tirolisclie Armee nicht nach Agram zurück, sondern rücktenach mehrtägiger Cantonirung - bei Marburg gegen Wien; doch schon auf halbemV'ege traf dieNachrieht von der verlorenen Schlacht bei Austerlitz und dem abge-schlossenen Waffenstillstände ein, und somit schwand jede Hoffnung, denBegeben-heiten eine andere Wendung geben zu können. Wie aus dieser gedrängten Andeu-tung hervorgeht, hatte sich der Erzherzog in dieser Periode ungewöhnliche Ver-dienste gesammelt; er fand sie durch das C o m m andc u r k r e u z gewlir digt, wel chesSe. Majestät ihm im Jänner 1806 zu verleihen geruhte.