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2 (1857)
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833
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zwischen Aspern und Wagram 105,368 Mann concentrirt, konnte jedoch für eine zu gewärti-gende Schlacht nur 90,300 Krieger verwenden. Die Tage von Aspern am 21. und 22. Maibewiesen dem Feinde, wie sich der Generalissimus in einem Armeebefehle am 24. aussprach , dasseine österreichische Armee noch bestehe, mit deren Yerniehtung Napoleon erst unlängstgedroht hatte; sie zeigte die herrlichsten Beweise von Patriotismus, von Heldengeist, von Verach-tung der Gefahren, die die Nachwelt bewundern und den Nachkommen als Beispiel seltenerGrossthaten darstellen wird. Übermüthig im Glücke, hatte Napoleon den Fall Österreichs unddie Vernichtung seiner Selbstständigkeit schon früher ausgesprochen und alle gewöhnlichenVerhältnisse zwischen kriegführenden Nationen aufgehoben; keine österreichischen Parlamentärewurden zurückgeschickt, keine Briefe beantwortet und keine Gefangenen ausgelöst. Aspernbelehrte ihn wieder, dass es ein Österreich gebe, dass er Anträge zur Auswechselung der Gefan-genen machen musste, mit einem Worte: die üblichen Kriegsgebräuche traten in ihre altenRechte wieder ein.

Jene Tage lichteten Na p o 1 e o ns Massen um mehr als 40,000 Streiter; der österreichischeVerlust stieg ebenfalls auf 24,000 Mann. Napoleon eilte durch die Lobau nach dem rechtenDouau-Ufer zurück und bot alle Kräfte seines Reiches und der verbündeten Staaten auf, um dieseVerluste zu ersetzen. Auch Österreich machte die höchsten Anstrengungen, um den noch bevor-stehenden Kämpfen mit Zuversicht entgegen zu treten. Seine Streitkräfte wurden aber schondurch die Besetzung eines Theiles seiner Provinzen beschränkt und dadurch dem Heere jeneMittel geraubt, welche aus diesen Ländern hätten gezogen werden können. Noch vor der Schlachtbei Aspern hatte die Zahl der dem Feinde schlagfertig gegenüberstehenden Truppen 237,000Mann betragen, und 114,000 Mann waren damals in der Errichtung begriffen gewesen. Um jeneZeit hatte Napoleon gegen Österreich schon 347,000 Mann wirklich in den Kampf gebrachtFranzosen, Deutsche, Russen, Portugiesen, Italiener, Polen und Holländer lieferten die Contin-gente. Seine verfügbaren Reserven erreichten die Stärke von 158,000 Mann. Hieraus gehthervor, dass die Feinde Österreichs bei Fortsetzung des Kampfes eine Übermacht von mehr als150,000 Mann zusammenstellen konnten.

Indessen hatten auch die Kämpfe in Italien und Tirol eine nachtheilige Wendung genom-men. Die dort gestandenen Truppen zogen sich zur Deckung von Untersteier, Croatien undUngarn zurück, wogegen der Vicekönig mit dem grössten Theile seiner Armee von Italien schonEnde Mai sich mit Napoleon vereinigte, von diesem in Ungarn verwendet wurde und nach derSchlacht bei Raab wieder nach Wien zurückkehrte.

Napoleon führte in den ersten Tagen des Monats Juli sein 150,000 Mann zählendes Heerzum zweiten Male nach dem linken Donau-Ufer. Der Erzherzog vertheidigte seine Stellung hinterdem Russbache bei Wagram mit 100,000 Mann, schlug sie am 5. und 6. Juli mit grössterTapferkeit und trat erst seinen Rückzug an, als Napoleon seine Übermacht von 50,000 Mannverwendete und den linken Flügel zu umgehen drohte. Unerschüttert wurde der Rückzug nachMähren ausgeführt und dem verfolgenden Feinde in den Gefechten bei Korneuburg, Hollabrunn,Schöngrabern, Teschwitz, dann am 11. Juli bei Znaim der rühmlichste Widerstand geleistet.Am folgenden Tage wurde der Waffenstillstand, am 15. ein Demarcationsvertrag abgeschlossen.

Die Armee des Erzherzogs Johann, 60,000 Mann stark, operirte mit dem Centrum, 42,000Mann, unter seinem persönlichen Commando gegen Italien, während Feldmarschall-LieutenantMarquis von Chasteler mit 10,000 Mann nach Tirol, und General-Major Stoichevich

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