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2 (1857)
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832
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15.000 Mann in Dalmatien und die italienische Armee (60,000 Mann) unter dem Vice-König undMacdonald deckten den Süden.

Erzherzog Karl hoffte durch schleunige Ergreifung der Initiative dem von Paris erwar-teten Kaiser Napoleon zuvorzukommen und die ihm entgegengeführten französischen Truppenhis an den Rhein zuriickzuwerfen. Allein schlechtes Wetter und grundlose Wege verzögertenden Marsch seiner Colonnen, und als diese bei Landshut, Dingelfing und Moosburg die Isar über-schritten hatten, war Napoleon bereits bei seiner Armee und gerade zur rechten Zeit eingetroffen,um einem drohenden Unglücke zu begegnen, denn Berthier, der bis zu seiner Ankunft dasCommando führte, hatte eine 20 deutsche Meilen lange dünne Linie von Regensburg ab bisSchwabmünchen und Landsberg den anrückenden 6 österreichischen Armee - Corps entgegen-gesetzt und solche Anordnungen getroffen, dass, wenn es diesen möglich gewesen wäre überNeustadt und Kehlheim rasch vorzudringen, die Franzosen in ihrer Mitte durchbrochen undvereinzelt bis hinter den Rhein über den Haufen geworfen werden konnten. Davoust mit seinen

60.000 Mann war nämlich von Berthier nach Regensburg dirigirt worden; die bayerischeArmee unter Lefeb vre nahm Stellung bei Neustadt und Ahensberg; Van dämme an der Spitzeder Württemherger (10,000 Mann), Besseres mit der Reserve-Reiterei (12,000 Mann) standenin Stufenahtheilungen an der Donau, bei Vohburg, Neuburg, Ingolstadt und Donauwörth; end-lich Oudinot (24,000 Mann) und Mas sena sollten die Ufer des Lechs vertheidigen, von seinerMündung bis Schongau, wonach sich die beiden Hauptmassen der französischen Armee auf denbeiden äussersten Enden in einer Entfernung von 6 bis 7 Märschen von einander getrennt fan-den, während die concentrirten Österreicher gegen ihre Mitte in Anmarsch waren. Nur demschnellen und sicheren Blicke Napoleons konnte es gelingen, aus dieser kritischen Lage unge-schlagen hervorzugehen. Als Erzherzog Karl seine Ankunft und einen Nachschub beträchtlicherTruppenmassen erfuhr, stellte er seinen Offensiv-Marseh gegen Kehlheim ein und änderte dieRichtung der sechs Armee-Corps nach Regensburg, um sich daselbst mit Bellegarde undKolowrat, die aus Böhmen herbeigekommen waren und bereits gegen Davoust operirten,zu vereinigen.

In der zweiten Hälfte des April fielen nun in der Gegend zwischen Landshut undRegensburg mehrere Gefechte vor, worunter die bedeutendsten bei Ahensberg, Landshut,Eckmühl und Regensburg. Erzherzog Karl zog sich hei der letzgenannten Stadt am23. April mit fünf Corps hinter die Donau und durch die Oherpfalz nach Böhmen zurück.

Feldmarschall-Lieutenant Freiherr von Hill er zog mit dem linken Flügel 3 Corps anden Inn, schlug seinen Verfolger, den Marschall Besseres, bei Neumarkt, wich aber dann vorder heranziehenden feindlichen Hauptmacht längs des Donau-Thaies nach Mautern zurück, vonwo er eine Division nach Wien entsendete und mit den übrigen Truppen am 8. Mai auf das linkeDonau-Ufer nach Krems übersetzte. Wien wurde nach einer 24stündigen Beschiessung am13. Mai mit Capitulation übergeben, seine Besatzung gewann das linke Ufer der Donau.

Hiller liess zur Deckung des Donau-Überganges 7000 Mann hei Krems, ein anderesCorps unter dem Feldmarsehall-Lieutenant Grafen Radetzky bei Korneuburg, und vereinigtesich mit dem Reste seines Corps bei Stammersdorf mit der Besatzung von Wien.

Erzherzog Karl hatte von Cham aus zwei Cavallerie-Regimenter nach Linz gesendet unddiesen den Feldzeugmeister Grafen Kolowrat mit 22,000 Mann folgen lassen. Er selbst langteam 16. Mai mit der Armee im Marchfelde an.

In den nächsten Tagen führte Napoleon sein Heer über die Lobau nach dem linken Donau-Ufer und entfaltete am 20. Mai eine streitbare Macht von 90,461 Mann. Erzherzog Karl hatte