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mit 7000 Mann aus Croatien nach Dalmatien eindrang. Gegen dieses Corps stand der Yice-könig mit 70,000 Franzosen, Italienern und Bayern in Italien, die Generale Kinkel, Bisonund Lemoine mit 7000 Mann in Tirol, und die Generale Montricliard und Clausel, 10,000Mann stark, in Dalmatien.
Am 8. April war die Armee des Erzherzogs Johann hei Tarvis concentrirt. Er trat mitdem Gros am 10. den Marsch links über Predil und Caporetto nach Cividale an, das er am 12.erreichte. Eine schwache Abtheilung unter Oberst-Lieutenant Yo lkmann rückte rechts überPonteba, schlug die Division Broussieram 11. beiYenzone und drang bis Gemona vor. DieColonne des Generals Gavasini überschritt zur äussersten Linken am 11. den Isonzo bei Görzund besetzte Udine, wo sich am 13. die ganze Armee vereinigte. Der am Tagliamento stehendeYicekönig trat am 14. den Rückzug hinter die Livenza an, thätigst verfolgt von dem ErzherzogeJohann, der ihn am 15. bei Pordenone und am IG. bei Sacile und Fontana Freddaschlug. Aber diese Yortheile musste der Erzherzog, von den Vorfällen in Deutschland benach-richtigt, aufgeben und den Rückzug über die Piave antreten. Nach dem daselbst am 8. Maigelieferten Treffen und den Gefechten bei San Daniele und Venzone überschritt die Armeedie Grenze Kiirnthens und nahm am 13. Stellung zwischen Pontafel und Tarvis. Salzburg hieltFeldmarschall - Lieutenant Jellaehich mit 7000 Mann besetzt. Der Erzherzog wendete sichnach Steiermark; ihm folgte Jellaehich; die Franzosen bemächtigten sich der Forts Malbor-ghetto und Predil, der Stellung bei Tarvis und der Verschanzungen auf dem Prewald. Jella-chich bestand auf seinem Rückmärsche von Radstadt am 25. Mai bei St. Michael ein lebhaftesGefecht und stiess dann bei Gratz zur Armee des Erzherzogs.
Schon am 12. Mai war der Banus Feldmarsehall-Lieutenant Graf Ignaz Gyulay miteinem Corps nach ICrain entsendet worden und vereinigte zu Ende des Monats bei Agram eineArmee von 32,000 Mann. Mit dieser ging er auf Gratz, schlug sich in der Umgegend dieserStadt am 24. und 26. Juni mit Broussier, trat aber den Rückzug an, als Marmont von Laibachüber Cilly nahte. Da dieser Marschall nach Wien abberufen wurde und den grössten Theil vonInner-Österreich räumte, so besetzte Gyulay am 2. Juli die Hauptstadt der Steietmark wieder.
Der Erzherzog Johann zog sich, als der Yicekönig über dem Semmering nach Wien undvon da nach Ungarn abmarschirte, ebenfalls naeh Ungarn, stand am 1. Juni mit 20,000 Mannbei ICörmend und vereinigte sich mit der ungarischen Insurreotion, welche der Erzherzog Pala-tinus befehligte. Die Schlacht bei Raab am 14. Juni nöthigte beide Corps, das linke Donau-Ufer bei Komorn zu übersetzen, und während der Palatinus mit der Insurrection in dieser Gegendblieb, rückte der Erzherzog Johann nach Pressburg. Die Franzosen nahmen am 24. JuniRaab, beschossen am 26. Pressburg und suchten, aber vergebens, sich des vom General-MajorBianchi vertheidigten Brückenkopfes zu bemächtigen. Sie räumten diese Gegend und zogennach Wien, der Erzherzog Johann von Pressburg über Marchegg bis Ober-Siebenbrunn, und seineVorposten streiften am Nachmittag des 6. Juli im Rücken der französischen Armee nach Mark-grafneusiedel und gegen Wagram; am Abend dieses Tages ging er nach Marchegg zurück undam 13. naeh Komorn, wo die erste Nachricht von dem geschlossenen Waffenstillstände eintraf.
Feldmarschall-Lieutenant Chasteler befehligte, wie bemerkt, das gegen Tirol bestimmteCorps von 10,000 Mann. In jenem Lande befanden sich im April über 9000 Mann feindlicherTruppen; die eine Hälfte Bayern unter General Kinkel, die andere Hälfte Franzosen unter denGeneralen Bison und Lemoine. Als Chasteler im Pusterthale vorrückte und am 12. Aprilzu Brunecken eintraf, hatten bereits die Tiroler zu den Waffen gegriffen. Sie zwangen unter den