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zusammen. Dadurch gelang es, sänrmtliche Geschütze zu bespannen. Noch amAbend des 21., kurz nach dem Eintreffen der Arrieregarde unter General-MajorSchauroth in Villach, wurde der Park nach Klagenfurt in Marsch gesetzt undlangte dort am Morgen des 22. ungefährdet an. General-Major Schauroth wardiese Nacht über in Villach stehen geblieben, welche Stadt die Feinde schon am23. besetzten. Die umsichtige That Schneider’s wurde mit dem Ritterkreuzebelohnt, dem im Jahre 1810 die Erhebung in den Freiherrnstand folgte. Umzugleich das Andenken der aussergewöhnlichen Verwendung Schneider’s vomJahre 1799 im Toscanischen bleibend zu machen, erhielt er das Prädicat von Arno.
In den letzten Tagen des November 1805 commandirte Schneider einStreifcorps gegen Gratz und wurde für seine thätigen Leistungen in diesem Feld-zuge als einer der jüngeren Hauptleute zum Major im Tiroler Jäger-Regimcntc,und 1808 zum Commandanten des 2. Jäger-Bataillons ernannt.
In der denkwürdigen Schlacht bei Aspern zeichnete sich Schneider sovortheilhaft aus, dass er im Juni zum Oberst-Lieutenant befördert wurde.
Die Schlacht von Dresden war eine neue Gelegenheit für Schneider, durchMuth und Entschlossenheit an der Spitze des braven Bataillons zu glänzen. Bei demSturme auf diese Stadt (26. August 1813) erbot er sich die vor dem Mos chinsky’-sehen Garten liegende, mit 6 Geschützen bewaffnete Redoute zu nehmen. Unter demheftigsten Kartätschen- und Kleingewehrfeuer des Vertheidigers vollführte er mitseinen Jägern das kühne Unternehmen. Ehe man sich’s verzah, waren die Palli-saden umgehauen oder ausgerissen und die Brustwehr im ersten Anlaufe erstiegen.Schneider, von vier seiner Jäger gefolgt, war der Erste auf dem Parapet, als erdort eine Kartätschenkugel in den Oberschenkel erhielt und in die Arme derUmstehenden sank. Aber die Stimme ihres schwer blessirten Commandantenmunterte die tapferen Jäger unaufhörlich und im hohen Grade auf; die Besatzungder Schanze wurde, da auch Oberlieutenant Feld egg (s. d.) von der entgegen-gesetzten Seite mit Freiwilligen von De Vaux-Infanterie gleichzeitig eingedrungenwar, theils niedergemacht, theils verjagt, und die sechs Geschütze waren erobert.Unter dem heftigsten Feuer aus dem nahen Garten und den mehrmaligen Versuchendes Feindes um den Wiederbesitz der Redoute, behauptete sich Schneider dreiStunden mit einer Geistesgegenwart, die um so höhere Anerkennung verdient, alsihm seine schwere Wunde unsägliche Schmerzen verursachte und er sich durchausnicht zu erheben vermochte, somit während dieser ganzen Zeit auf dem Banketlag oder von einigen Leuten unterstützt an der inneren Brustwehrböschung lehnte.Als gegen 8 Uhr Abends die feindlichen Colonnen aus der Stadt debouchirten unddie eroberte Redoute wieder verlassen werden musste, blieb Schneider keinanderes Mittel, als sich unter dem Beistände der Seinigen mit höchster Gefahr aufdie Brustwehr heben und von da in den Graben hinabgleiten zu lassen, von woihn dann einige Jäger zurückführten. Kaiser Franz befahl, für den Tansport des