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2 (1857)
Entstehung
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826
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schwer blessirten Schneider alle Sorge zu tragen und denselben zur besserenPflege nach Prag bringen zu lassen; für die neuerdings bewiesene Tapferkeit aberernannte er ihn zum Obersten ausser der Tour. Obschon Schneider nach längererZeit genas, so begleiteten ihn die Schmerzen dieser Wunde bis an das Ende seinestliatenreichen Lebens, so wie diese Blessur auch Ursache war, dass er an denfolgenden Kriegen keinen Antheil nehmen konnte. Doch wurde Schneiderbei der Errichtung des italienischen Ereicorps in Anspruch genommen und nachReducirung desselben zum Commandanten des Tiroler Jäger-Regiments ernannt.Den Feldzug des Jahres 1821 gegen Neapel machte er als Commandant des3. Jäger-Bataillons mit und bestand am 7. März bei Pie di Lugo unfern Rieti eindreistündiges glänzendes Gefecht. Der St. Georg-Orden 4. Classe lohnte die neuenVerdienste Schneiders, der im Jahre 1823 zum General-Major, und 1832 zumFeldmarschall-Lieutcnant und Divisionär in Prag befördert wurde.

Nachdem in der langen Friedens-Epoche seine Erfahrung und genaue Waffen-kenntniss bei der angeordneten Prüfungs-Commission behufs einer neuen Abfeue-rungsmethode der Infanterie-Gewehre in Anspruch genommen, und er auch bei derCommission der neuen Uniformirung in der gesammten Armee mit thätigster Um-sicht verwendet wurde, nachdem er Inhaber des 8. Infanterie-Regiments, 1836Militär-Commandant in Linz und bald darauf geheimer Rath geworden, beschlosser sein vielbewegtes ausgezeichnetes Leben am Abend des 16. Jänner 1846 inder Hauptstadt Oberösterreichs nach einer beinahe 50jährigen Dienstzeit, währendwelcher er Aussergewöhnliches mit seltener Thatkraft geleistet und die allseitigeAnerkennung dafür nicht nur von Seiten seines Kaisers, sondern auch der fremdenSouveräne durch Verleihung ihrer Orden gefunden hatte. Neben dem Theresien-Kreuze schmückten sieben andere Ehrenzeichen die Brust des tapferen Feldmar-schall-Lieutenants Schneider.