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2 (1857)
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Unternehmen verdient. Nach den glücklichen Erfolgen in Toscana wendeteSchneider seine Blicke nach Süden und sann auf die Befreiung der römischenStaaten. Vor allem galt es Perugia, den eigentlichen Herd des Jakobinismus, zubezwingen; nach kurzem Widerstande ergab sich die Stadt am 3., das Castell abererst am 29. August. Überall wurden grosse Vorräthe an Munition, Waffen undGeschütz gewonnen.

Mittlerweile hatte sich Born am 30. November den Alliirten unterworfen undder Kirchenstaat wurde von den Franzosen gänzlich geräumt. Feldmarschall-Lieutenant Fröhlich bedeutete nun dem Fähnrich Schneider, die aretinischeInsurrection, die unter diesen Umständen nicht mehr nöthig war, aufzulösen einHeer, das zum Theile Schneiders Schöpfung war und welches er jederzeit mithöchster Auszeichnung angeführt hatte. Der wackere Officier hatte nämlich in demZeiträume von vier Monaten sechs Städte und Festungen erobert, mehr denn 45,000Mann befehligt, hiervon 4000 vollständig ausgerüstet, 1200 Cavalleristen wohlberitten gemacht und eine Anzahl Geschütze mobilisirt. Er hatte, was noch höheranzuschlagen ist, den Muth, die Mannszucht, die Vaterlandsliebe bei regellosenBanden hervorgerufen, Ausschweifungen und Unordnungen hintangehalten.

Der tapfere Schneider begab sich, mit dem Bewusstsein zur BefreiungTos-canas und eines Theiles des Kirchenstaates nach Kräften mitgewirkt zu haben, zuseinem Bataillon in Sarzana, wo er als Fähnrich wieder in seine Compagnie trat,aber auch eine von vielfachen Anstrengungen und Beschwerden zerrüttete Gesund-heit mitbrachte. Seine ausserordentlichen Leistungen wurden von Seiner Majestätdem Kaiser mit der Ernennung zum Capitän-Lieutenant gelohnt und in spätererZeit mit dem Commandeurkreuze des toscanischen St. Joseph-Ordens gewürdigt.

Im Feldzuge 1800 organisirte Schneider den Landsturm im Breisgau undführte dann, zum wirklichen Hauptmann befördert, ein Streifcorps in Bayern;nach dem Friedensschlüsse wurde er zu Neugebauer-Infanterie in die Wirklichkeiteingebracht; 1805 deckte Schneider den Rückzug des Feldmarschall-Lieute-nant Hille rschen Corps, als dieses von Tirol zur Armee des Erzherzogs Karlstossen sollte. Am 20. November langte Schneider mit 300 Mann in Villachan und hatte sich aufgestellt, um den Feind zu beobachten, welcher, im Besitze vonTarvis und der Flitscher Klause, bis Arnoldstein streifte. Ausserhalb Villach ander Chaussee nach Arnoldstein fand Schneider einen nach Verona bestimmtenkaiserlichen Park von 52 Geschützen aufgefahren, der hier seit mehreren Tagenunter schwacher Bedeckung stand und, nachdem auf dem weiten Marsche vonWien bis Villach ein Theil der Bespannung durch vermehrte Anstrengungenerschöpft war, binnen wenigen Stunden eine Beute des Feindes werden musste.Entschlossen, wenigstens zu retten was möglich sei, schob Schneider rasch eineTruppenabtheilung bis an die Gailbrücke bei Föderaun vor und trieb indessen inallen benachbarten Ortschaften mit guten W T orten oder Gewalt die Bauernpferde