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Seit dem Beginne der Feindseligkeiten in Italien 1799 stand dieses Bataillonbei dem detacliirten Corps des General-Majors Grafen Kien au in der Polesine.Die erste grössere Tliat, wodurch sich der jungeS chneider bemerkbar machteund sich das Vertrauen seiner Vorgesetzten erwarb, war die Eroberung einer feind-lichen Kanonier-Schaluppe mit 6 Kanonen auf dem Po; am 8. April überfiel ermit Oberlieutenant Plack Ponte Lagoscura mit 100 Freiwilligen und 20 PIu-saren; in diesem Orte befanden sich 600 französische Fusssoldaten, 60 Reiter und2 Geschütze. Die Geschütze und 100 Mann, darunter 5 Officiere, fielen in dieHände dieser beiden Officiere. Im Mai wurde Schneider’s Bataillon bei derBelagerung von Mantua verwendet. Bei einem am 8. unternommenen Ausfälleder Franzosen vertheidigte Schneider seinen wichtigen Posten gegen zehnfacheÜbermacht und wurde am Fusse und an der linken Hand, dann durch einen Bajo-netstich im Gesichte verwundet. Als sich in Toscana die Insurrection gegen diefranzösische Gewaltherrschaft bildete, wünschten die Aretiner einen kriegserfah-renen kaiserlichen Officier zum Commandanten ihrer Truppen zu erhalten, der durchseine Anwesenheit gewissermassen öffentlich bezeugen sollte, dass der Kaiser dieSchilderhebung der Toscaner für den legitimen Herrscher billige und ihr seinenBeistand nicht entziehe. Klenau wählte Schneider zu der Stelle eines Com-mandanten der Insurrections-Armee, welche Wahl der commandirende Generalin Italien, Feldzeugmeister Freiherr von Kray, bestätigte. Am 16. Juni hieltSchneider in dieser neuen Eigenschaft seinen feierlichen Einzug in Arezzo.Diese Periode in Schneider’s Leben ist die denkwürdigste. Seine erste angele-gentlichste Sorge war, die höchst mangelhaft organisirten Truppen feldtüchtig zumachen und Arezzo in Vertheidigungsstand zu setzen. Noch war der General derAretiner, wie man Schneider nannte und auf dessen KojDf die Franzosen einenPreis von fünftausend Scudi gesetzt hatten, nicht acht Tage in Arezzo, als er ander Spitze eines kleinen, aber wackeren Pläufleins Dragoner und etwa 6000 Mannzu Fuss gegen Siena auszog, welches eine französische Bezatzung hatte. Stadt undCastell wurden, erstere am 28. Juni, bezwungen, dann Florenz und Livorno besetzt.Binnen vier Wochen war die Vertreibung des Feindes aus dem Grossherzogthumebewerkstelligt, und auf,allen Puncten des Landes, das um diese Zeit gegen30,000 Mann unter den Waffen hatte und an deren Spitze General Inghi r ami, einFlorentinerundCommandant vonLivorno, undS chneider diehervorragendenPer-sönlichkeiten w r aren, feierte man die Vernichtung der aufgedrungenen französischenFreiheit und die Rückkehr zur Ordnung. Diese Erfolge waren zumeist der rast-losen Thätigkeit, dem unverdrossenen Eifer und der geschickten Benützung allerVerhältnisse Schneider’s zu danken und fanden selbst bei dem FeldmarschallSuworow Anerkennung, der ihm unterm 15. Juli aus Alessandria, und zwar indeutscher Sprache, unter Anderm schrieb : „Ihr rechtschaffenes und lobenswürdigesBenehmen wird Ihnen gewiss diejenige Belobung verschaffen, welche ein solches