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2 (1857)
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Infanterie-Division zurück. Die eilig gebildeten Vierecke der sich eben auf derHöbe vorMassimbuona entwickelnden ersten Infanterie-Division hielten die weitereVerfolgung des Feindes auf. Die kühnen Ublanen eroberten dessen ungeachtet6 Geschütze, vermochten jedoch wegen der in Verwirrung gerathenen Bespan-nung nur eine Kanone als Trophäe fortzuführen. Die Überzahl des Feindes machteden Vorth eil dieses Angriffes noch zweifelhaft, bis der zur Unterstützung nach-rückende Oberst Graf Sch lotheim mit 3 Schwadronen Hohenlohe-Dragoner denAngrilf erneuerte. Die französische Reiterbrigade wurde nun gänzlich in die Fluchtgejagt und durch ihren Verlust ausser Stand gesetzt, weitern Antheil an derSchlacht zu nehmen.

So vorzügliche Dienste dieser am 23. October 1837 zu Prag als Feld-marscliall-Lieutenant und Divisionär verstorbene Officier vor dem Feinde gelei-stet hatte, so ersprieslich war auch sein Wirken in der langen Epoche desFriedens, und namentlich in seiner Stellung als Oberst des zweiten Dragoner-Regiments König von Bayern, dem er durch zehn Jahre als Commandant vor-gestanden.

SCHNEIDER von Arno, Karl Freiherr, Feldmarschall-Lieutenant, geheimerRath, Inhaber des 8. Infanterie-Regiments. Auf den schönsten Blättern der vater-ländischen Geschichte hat dieser ausgezeichnete Soldat seinen Namen verewigt undbeinahe alle Beförderungen auf dem Schlachtfelde errungen. Zehn mitgemachteFeldzüge und sieben zum Theil schwere Wunden waren die unzweideutigstenBeweise kalter Besonnenheit und muthvoller Ausdauer. Sein Vater war fürstlichF ür st enb er gscher Beamter als Schneider im Jahre 1777 zu Donaueschingendas Licht der Welt erblickte. Mit kaum zurückgelegtem 16. Lebensjahre trat erzu Schaffhausen in das für Piemont zu stellende Schweizer - Regiment RoyalAll em an d und rückte in kurzer Zeit zum Lieutenant bei dem sardinischen Jäger-Corps vor. In den Gefechten bei Carcare, Millesimo und Cossaria 1794 gab er dieersten Proben von Unerschrockenheit, bestand dann in den Alpen im Winter 1795auf 1796 mehrere Vorpostengefechte und kämpfte bei Millesimo und Dego und inder Schlacht bei Mondovi (22. April). Als Piemont im April 1796 mit der fran-zösischen Republik Frieden schloss und sein Jägercorps reducirte, erhielt der kaum20 Jahre alte Officier seine Entlassung; er ging in die Heimath zurück und ent-schloss sich in kaiserliche Dienste zu treten.

Kaum waren die Österreicher in den stillen Thälern des oberen Schwarzwaldeserschienen, als sich Schneider denselben als Volontär stellte und bei mehrerenGelegenheiten rühmlich hervorthat. Im März 1797 wurde er zu Salzburg Cadetim Freicorps Grün-Loudon und nach Monatsfrist vom Erzherzoge Karl zumFähnrich ernannt, bei Umgestaltung dieses Corps in das 3. und 4. leichte Bataillonaber in das letztere eingetheilt.